Bürgermeister-Galerie
Christian Blancke Christian Blancke (1588 - 1604) Christian Blancke stammte aus Meppen. Er übte das Amt des Bürgermeisters den größten Teil zusammen mit Burchard Strüwing aus: Blancke von 1588 bis 1604 und Strüwing von 1591 bis 1620. Aus zwei Gründen ist Christian Blancke aus der langen Reihe der Auricher Bürgermeister bis heute bekannt geblieben: Er ist der erste Bürgermeister, der sich um den Wohnungsbau für die ärmere Bevölkerungsschicht bemühte. Zudem ist er der erste Bürgermeister, von dem wir ein Bildnis besitzen. Bekanntlich war Aurich im Jahre 1514 von brandschatzenden Soldaten angesteckt worden. Diese Zerstörung zwang dazu, die Stadt planmäßig nach Osten neu aufzubauen. Schon Edzard der Große hatte mit dem Wiederaufbau begonnen. Sein Sohn Graf Enno setzte das Werk fort. Was Bürgermeister Blancke einige Jahrzehnte später auszeichnete, beschreibt der Amtmann Enno Tjaden wie folgt: "Dieser Bürgermeister hat sich dadurch um die Stadt Aurich verdient gemacht, dass er den Bezirk der Neustadt von dem Gange an, welcher noch heutigen Tages Blanken Warf genannt wird, bis zur Mühle mit den kleinen Häusern für Arbeits- und andere geringe Leute angebaut hat." Die Straße namens Neustadt hieß später Neustädter Straße und heute Marktstraße. In einem dieser Häuser wurde zu Ehren des Erbauers ein Glasfenster eingesetzt, welches sich bis um das Jahr 1800 erhalten hat. Übersicht Zahlen, Daten & Fakten Stadtgeschichte Stadtwappen Bürgermeister-Galerie Partnerstadt Appingedam Übersicht Infos zum Wappen Fairtrade-Stadt Stolpersteine in Aurich
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Allgemeines
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Stadtportrait
Bürgermeister Die Auricher Bürgermeister-Galerie 1539 erhält Aurich eine Bürgermeisterverfassung. Doch die Stellung der Stadtgemeinde blieb noch viele Jahre gegenüber der Landesherrschaft stark eingeschränkt. So musste der Bürgermeister allabendlich die Schlüssel der Stadttore beim Grafen auf dem Schloss abgeben - nicht gerade ein Zeugnis von Selbstverwaltung moderner Prägung! In der Bürgermeisterurkunde von 1539 wird erklärt, dass in Aurich künftig zwei Bürgermeister amtieren sollen. Der erste einer langen Reihe von etwa 70 Bürgermeistern hieß Harm (oder Harmen) Scutendüvel (oder Scütendüvel). Ein Familienname, der als Neckname zu verstehen ist - frei übersetzt "Schütze den Teufel". Überliefert ist, dass Scutendüvel ein angesehener Bürger der Stadt gewesen sein muss. Bereits 1523 wird er erstmalig in einem Dokument des Klosters Abbingwehr genannt. Am 17. März 1539 trat er offiziell sein Amt an. Bis 1543 amtierte gleichzeit mit ihm Fox der Kleine (oder Kleen); ab 1542 hieß sein Kollege Abbeke, zwischen 1545 und 1553 Friedrich Hengen. Von keinem dieser Bürgermeister gibt es heute ein Bild oder eine Zeichnung. Das älteste bislang bekannte stammt aus dem Jahre 1590 und stellt den Bürgermeister Christian Blanke dar. Er amtierte zwischen 1588 und 1604. Auch von den Bürgermeistern jüngerer Vergangenheit fehlen Bilder. Die Stadt Aurich möchte die Bürgermeister-Galerie gerne vervollständigen. Wer weiterhelfen kann (z. B. mit Fotos), wende sich bitte per Mail an die Stadt Aurich: webmaster@stadt.aurich.de . Vielen Dank für Ihre Mithilfe! Amtszeit der Bürgermeister im 16. Jahrhundert Amtszeit Bürgermeister 1539-1553 Harmen Scutendüvel 1540-1545 Fox de Kleyne 1542 Abbeke 1545-1553 Friedrich Hengen 1553-1560 Reinke Smid 1553-1570 Eilerth Lenth 1561-1588 Caspar Goldschmid 1570-1591 Berend Meyer 1588-1604 Christian Blanke 1591-1620 Burchart Strüving Was im Rest der Welt geschah: Die Erde bewegt sich um ihre Achse und täuscht den Himmelsumschwung somit nur vor. Nicht die Sonne zieht ihre schiefe Jahresbahn um die Erde, sondern die Erde schwingt mit schiefgestellter Achse um die Sonne. Nikolaus Kopernikus bringt das alte Weltbild völlig durcheinander. Die kühne Lehre erfährt eine Zeit lang den Schutz der Kirche, da Kopernikus sein Buch dem Papst widmete. Nach dem Tridentiner Konzil änderte sich diese Haltung. 1616 wird sein Werk auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt. Amtszeit der Bürgermeister im 17. Jahrhundert Amtszeit Bürgermeister 1604 - 1609 Peter Arends 1608 - 1618 Hinrich Evers 1608 - 1620 Bohle Hayen 1608 - 1617 Hinrich Erpenbeck 1617 - 1624 Adolph van Lengen 1618 - 1622 Stephan Evers 1624 - 1632 Johann John 1624 - 1626 Hippe Gerdes 1627 - 1631 Joachim a Speulda 1631 - 1632 Hieronymus van Lengen 1632 - 1638 Albert Bolenius 1634 - 1649 Martin van Elten 1638 - 1653 Thomas Holthusius 1649 - 1653 Hayo Ewen 1653 - 1655 Hieronymus van Lengen 1655 - 1679 Wolfgang a Speulda 1655 - 1661 Ayke Bengen 1661 - 1662 Conrad Viglius Jhering 1663 - 1668 Gerhard Solling 1668 - 1682 Friedrich Ficken 1680 - 1694 Albertus Ahrens 1662 - 1687 Adrian van der Mark 1683 - 1707 Ulrich Bengen 1694 - 1729 Ulrich Ludwig Solling Was im Rest der Welt geschah: Der Dreißigjährige Krieg verwüstete Mitteleuropa und drittelte die deutsche Bevölkerung auf 6 Millionen. Übrig blieb ein Flickenteppich, die uneingeschränkte Fürstenmacht, ein ohnmächtiges, zerrissenes Deutschland, das nur noch als geographischer Begriff existierte. Am 24. Oktober 1648 endete einer der fürchterlichsten Kriege der Geschichte mit dem Westfälischen Frieden, der in Münster und in Osnabrück geschlossen wurde. Amtszeit der Bürgermeister im 18. Jahrhundert Amtszeit Bürgermeister 1707-1735 Thomas Greems 1729-1735 Niclaas Christian Ennen 1735-1738 Friedrich Wilhelm Greems 1735-1768 Hector Friedrich von Wicht 1738-1740 Johann Albert Arends 1740-1772 Ulrich Harmens 1769-1782 Daniel Christoph Schepler 1772-1777 Johann Jakob Menke 1777-1798 Johann Gerhard Reimers 1782-1785 Christian Eberhard Gumbrecht 1786-1810 Joachim Christian Onken 1798-1805 Tobias Hieronymus Tjaden Was im Rest der Welt geschah: 1789 sind Europas Feudalherren beunruhigt. Am 14. Juli stürmen aufgebrachte französische Bürger die Bastille. Der Auftakt zur französischen Revolution, die ganz Europa verändern wird. 1796 macht ein 27jähriger General von sich reden. Sein Name: Napoleon Bonaparte. 1799 putscht der General und macht sich zum Staatschef. Bald beginnt Napoleon Kriege mit den Europäischen Nachbarn. Am 27. Oktober marschiert Napoleon in Berlin ein. Deutschland gerät unter französische Herrschaft. Zwischen 1811 und 1813 tragen auch Auricher Bürgermeister französische Namen. Amtszeit der Bürgermeister im 19. Jahrhundert Amtszeit Bürgermeister 1805-1810 Christin Wolfgang von Spies 1811-1812 Maire de Bordeaux 1813 Maire Boden 1814-1816 Jakob-Ulrich Schepler 1816-1840 Christian Bernhard Conring 1816-1825 Jacob Reimers 1841-1849 August Ferdinand Gropp 1850-1853 Hermann Justus Conring 1853-1865 Michael Christoph Julius Kempe 1866-1868 Clemens Cleve 1868-1881 Johann Diedrich Müller 1882-1924 Friedrich Schwiening Was im Rest der Welt geschah: Haushaltsfragen haben immer eine politische Brisanz. Preußens König Wilhelm I. hat sich in einen fast aussichtslosen Konflikt mit seinem Abgeordnetenhaus über den Haushalt verstrickt. Als letzten Versuch, den Verfassungsstreit zu überwinden, entschließt sich der König, einen beinharten Monarchisten zum Ministerpräsidenten zu bestellen: Otto von Bismark. 1862 hält er vor der Budgetkommission des Abgeordnetenhauses die weltberühmte "Eisen und Blut-Rede". Kernaussage: Wir leben finanziell über unsere Verhältnisse und Schuld daran ist der Liberalismus. Mögen sich Bayern, Württemberg und Baden diesem Zeitgeist hingeben - in Preußen müssen die Kräfte zusammengefasst und zusammengehalten werden. Im übrigen gelte, dass die großen Fragen der Zeit nicht durch Majoritätsbeschlüsse, sondern durch Eisen und Blut entschieden werden. 1866 kommt auch Aurich unter preußische Regentschaft. Amtszeit der Bürgermeister im 20. Jahrhundert Amtszeit Bürgermeister 1924-1933 Karl Anklam 1933 Leo Henrychowski 1933-1939 Kurt Fischer 1939-1940 Oscar Rassau 1940-1941 Dietrich Helmers 1941 Josef van Üüm 1941-1944 Karl-Heinz Bolz 1944-1945 Oscar Rassau 1945-1946 Karl Anklam 1946-1964 Hermann von Schleusen 1964-1978 Hermann Hippen 1978-1979 Hermann Hildebrand 1980-1991 Werner Stöhr 1991-1996 Wolfgang Ontijd 1996-2001 Werner Stöhr Was im Rest der Welt geschah: Der Mensch verlässt die Erde. Am 21. Juli 1969 verfolgen 500 Millionen Fernsehzuschauer in der ganzen Welt, wie Astronaut Neil Amstrong um 3.56 Uhr mitteleuropäischer Zeit aus der Mondfähre "Eagle" zu den ersten Schritten eines Menschen auf einem anderen Himmelskörper aussteigt. In der Nähe des Landeplatzes wurde eine Stahlplatte mit folgender Inschrift hinterlassen: "Hier betraten Menschen vom Planeten Erde zum ersten Mal den Mond, 1969, A. D. Wir kamen in Frieden für die ganze Menschheit." Außerdem wurde eine Siliziumscheibe von der Größe eines Halbdollar-Stücks zurückgelassen, welche unter anderem Botschaften von 73 Nationen enthält. Die von den Astronauten auf die Erde zurückgebrachten Fotos prägte das Bild vom empfindlichen "Raumschiff Erde" und ein wachsendes Bewusstsein für globalen Umweltschutz. Neil Amstrong, wie auch viele andere Astronauten, verfielen nach ihrer Mission in tiefe psychische Depressionen. Ihr "Weltbild" hatte sich gegenüber den Menschen auf der Erde völlig verändert. Sie brauchten lange Jahre psychologische Betreuung. Einige der Raumfahrer wurden zutiefst religiöse Menschen. Amtszeit der Bürgermeister im 21. Jahrhundert Amtszeit Bürgermeister 2001-2006 Sigrid Griesel 2006-2019 Heinz-Werner Windhorst Amtierender Bürgermeister seit 01.11.2019: Horst Feddermann Biographien und Hintergründe Harm Scutendüvel (1530 - 1553) - Nach den historischen Quellen zu urteilen, muss Scutendüvel ein sehr angesehener Bürger der Stadt gewesen sein. In anderen Quellen ist er als "Burger-Meister" und "Secretarius" genannt. Als "Secretarius" hatte er folgende Funktionen: "Vertrit die vices des Secretarii und führet die protocolla biß 16. December 1542". ("Vicis" heißt lateinisch das Amt, die Aufgabe). Mehr erfahren Christian Blancke (1588 - 1604) - Christian Blancke stammte aus Meppen. Er übte das Amt des Bürgermeisters den größten Teil zusammen mit Burchard Strüwing aus: Blancke von 1588 bis 1604 und Strüwing von 1591 bis 1620. Aus zwei Gründen ist Christian Blancke aus der langen Reihe der Auricher Bürgermeister bis heute bekannt geblieben. Er ist der erste Bürgermeister, der sich um Wohnungsbau für die ärmere Bevölkerungsschicht bemüht hat - und er ist der erste Bürgermeister, von dem wir ein Bildnis besitzen. Mehr erfahren Bole Hayen (1608 - 1620) - Bole Hayen (auch Bohle Hajen oder Bohle vom Felde genannt) musste sein Amt mit jeweils drei anderen Kollegen teilen. Die anderen Bürgermeister hießen: Heinrich Evers (1608-1618), Stephan Evers (1618-1622), Burchart Strüwing (1591-1620) und Hinrich Erpenbeck (1608-1617). Der Grund für die vierfache Besetzung des Bürgermeisterpostens ist nicht genau zu sagen. Es scheint aber ein Zusammenhang mit der damaligen angespannten politischen Lage in Ostfriesland zu bestehen. Diese war geprägt durch den Streit zwischen dem vom reichen Emden beherrschten Landtag und dem Grafen. Mehr erfahren Albert Bolenius (1632 - 1638) - Albert Bolenius legte sich den lateinischen Namen Albertus zu und trat als promovierter Jurist in den Dienst der ostfriesischen Grafen. Er wurde Assessor am Hofgericht und war für Familienangelegenheiten zuständig. Die Kanzler Dothias Wiarda und Arnoldus van Boland empfahlen dem ostfriesischen Grafen Ulrich III, Bolenius das Auricher Bürgermeisteramt zu übertragen. Der Graf folgte diesem Rat. Es ist anzunehmen, dass er in Bolenius einen Verfechter seiner Interessen im ostfriesischen Landtag suchte. Mehr erfahren Christian Wolfgang von Spies (1805 - 1810) - Christian Wolfgang von Spies wurde als Sohn eines Regierungsrates und Geheimen Archivars im Jahre 1774 geboren. Sein Geburtsort ist wahrscheinlich Bayreuth, wo der Vater tätig war. Wie kam der junge Adelige aus Franken auf diesen Posten der Residenzstadt Aurich? Der Grund ist wohl die Heirat einer Auricherin, die Tochter des Kriegs- und Domänenrates Boden, Cornelia Elisabeth. Mehr erfahren Johann Diedrich Müller (1870 - 1881) - Am 27. Juni 1868 übernahm der Senator Johann Diedrich Müller die Amtsgeschäfte des Bürgermeisters. Der bisherige Amtsinhaber Assessor Cleve aus Moringen bei Hannover wurde plötzlich abberufen und ins ferne Oppeln versetzt. Grund für seine Abberufung war die prohannoversche Haltung des Beamten. Mehr erfahren Friedrich Schwiening (1882 - 1924) - Der Bürgermeister mit der längsten Amtszeit - 42 Jahre - war Friedrich Schwiening. Man wollte von vornherein einen ausgebildeten Juristen als Bürgermeister haben. Das Wahlgremium aus den Herren Dr. med. Wolfes, Rechtsanwalt Seckels, den Apothekern Meins und Rassau, dem Weinhändler Winter und dem Kaufmann Eiben entschied sich einstimmig für den 31jährigen Assessor Friedrich Schwiening aus Göttingen. Mehr erfahren Karl Anklam (1924 - 1933 und 1945 - 1946) - Als nach dem jahrzehntelangen soliden Wirken des Patriarchen Schwiening ein neuer Mann für das Bürgermeisteramt gesucht wurde, wünschte man sich in den schwieriger gewordenen Zeiten eine Figur, die imstande war, die bedrohenden Nachkriegsverhältnisse zu lösen. Es sollte jemand sein, der sich durch Tatkraft und Dynamik auszeichnete. Unter den 55 Bewerbungen wurde der 41jährige Dr. jur. Karl Anklam aus dem Pommernland ausgewählt. Mehr erfahren Kurt Fischer (1933 - 1939) - Kurt Fischer war der erste von fünf nationalsozialistischen Bürgermeistern. Schon bei seiner Auswahl unter 84 Bewerbungen hatte man ihn als einen jungen, dynamischen Mann ausgesucht, der das Parteiabzeichen bereits seit 1931 trug. Fischer kam aus Landsberg an der Warthe, wo er am 03.12.1902 als Sohn eines Landwirtes geboren wurde. Mehr erfahren Hermann von Schleusen (1946 - 1964) - Hermann von Schleusen war der erste ehrenamtliche Bürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg. Er wurde am 15. Juni 1879 in Aurich geboren. Sein Vater war der erste Photograph in Aurich. Der Sohn machte eine kaufmännische Lehre, diente als Soldat beim 78. Infanterieregiment, heiratete eine Gastwirtstochter und machte sich schließlich mit 24 Jahren selbständig. Mehr erfahren Hermann Hippen (1964-1978) - Hermann Hippen stammt aus einem alten Auricher Handwerkergeschlecht. Er wurde 1907 in Aurich geboren, besuchte das Gymnasium bis zur mittleren Reife und machte eine kaufmännische Lehre. In der Wirtschaftskrise der 20er Jahre verlor er seine Arbeit in der Ausbildungsfirma. 1930 fand er eine Anstellung bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse, und dort blieb er dann bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1969 als Verwaltungsamtmann. Mehr erfahren Bürgermeister Zahlen, Daten & Fakten Stadtgeschichte Stadtwappen Bürgermeister-Galerie Partnerstadt Appingedam Übersicht Infos zum Wappen Fairtrade-Stadt Stolpersteine in Aurich Auch interessant Stadtgeschichte
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Museen
Stiftsmühle Mühlenfachmuseum Stiftsmühle Die Stiftsmühle Die Stiftsmühle ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt Aurich. Aus 17 m Höhe können Besucherinnen und Besucher auf der begehbaren Galerie einen eindrucksvollen Rundblick über Aurich und die umliegende Geest- und Moorlandschaft genießen. Der Galerieholländer mit einer Gesamthöhe von 29,95 m hat fünf Stockwerke und wurde aus ca. 200.000 Ziegelsteinen gemauert. Die Stiftsmühle ist eine von fünf ehemaligen Auricher Stadtmühlen und noch heute betriebsfähig. Sehen Sie, wie mit Windkraft Korn zu Mehl gemahlen wird. Beim Knarren der hölzernen Kammräder und Gnurren der Mühlsteine werfen Sie einen Blick auf die alte Mühltechnik. Durch ein "Guckloch" können Sie in das Innere eines Getreidemischers blicken. Ein technisches Baudenkmal Die Stiftsmühle steht auf einem historischen Mühlenplatz. Schon 1731 wurde hier Korn gemahlen. Gegen Zahlung einer "Windheuer" von 50 Gulden jährlich gab der Landesfürst hierzu seine "Concession". Die Mühle befand sich damals noch außerhalb der Stadt. Die entstehende Westervorstadt und die heranwachsenden Bäume nahmen ihr schließlich den Wind. 1858 baute der Müllermeister Hermann Knoop die jetzige Mühle mit der außergewöhnlichen Höhe von annähernd 30 Metern mit fünf Stockwerken. Die Größe der Mühle erlaubte im folgenden Jahrhundert den Einbau weiterentwickelter Mahltechniken, z. B. eine motorbetriebene Walzenstuhlanlage, mit der größere Mengen Mehl hergestellt werden konnten. 1977 rettete der Heimatverein Aurich die Mühle vor dem Verfall und baute sie zu einem Museum aus. Eine umfangreiche Grundsanierung erfolgte in den Jahren 2000 bis 2002. Das Museum Im Laufe der Jahre gestaltete der Heimatverein die Stiftsmühle zu einem Mühlenfachmuseum aus, das 1997 um die Ausstellung "Die Mühlen und der Müller" erweitert wurde. Auf den fünf Böden der Mühle wird die Entwicklung und die Bedeutung des in Ostfriesland bodenständigen Windmühlenwesens lebendig veranschaulicht. Der Besucher erfährt anhand von Originalexponaten, Modellen und Schautafeln alles Wissenswerte über den Weg vom Korn zum Brot. Außerdem wird im Museum unter anderem die Entwässerung der Niederungsgebiete Ostfrieslands durch windbetriebene Wasserschöpfmühlen dargestellt. Auf dem Mühlengelände finden Sie ein ostfriesisches Backhaus. Übersicht Veranstaltungen Veranstaltungskalender Übersicht Veranstaltung melden Programmheft 2025/2026 Kartenverkauf Theaterabonnement Veranstaltungshallen/-flächen Freizeitangebote ENERGIE ERLEBNIS ZENTRUM Kulturmeile Übersicht 1. Lambertikirche 2. Reformierte Kirche 3. Historisches Museum 4. MachMitMuseum 5. Stadtbibliothek 6. Katholische Kirche 7. Ostfriesische Landschaft 8. Kunstpavillon 9. Auricher Schloss 10. Marstall 11. Musikschule 12. Stiftsmühle Kino und Filmbar Museen Kunstschule Schwimmvergnügen Skatehalle Stadtbibliothek Aurich Stadtführungen Übersicht Kostümierte Stadtführungen Stadtführungen mit der Stadtführervereinigung Wochenmarkt Übersicht Aalräucherei Dieter Janssen Auricher Weltladen Bargsteder Kanoniere Baumschule Losch Biolandhof Agena Dreyer Brookmerlander Kräuterhexe Bücherdiele Adelmund Fisch-Feinkost Schulz Fischhandlung Ludwig Eilts Fleischerei Munk Gemüsedirektvermarktung Weyerts Grafthof Harmke Janssen Hof Faß Holzofenbäckerei Ripken KalaMatthi Poppinga Obsthof Ulferts Münkeboe Zentrum Natur und Technik Sportstätten Sportstätten-Belegungsportal Tourismus Urlaub im Herzen Ostfrieslands Informationen Mühlenfachmuseum Stiftsmühle Aurich Oldersumer Straße 28, 26603 Aurich Parkplätze - auch für Busse - auf dem Mühlenplatz. Nähere Informationen erteilt der Verkehrsverein Aurich e. V. unter Tel. 04941/44 64 oder per E-Mail: verkehrsverein@aurich.de . Die aktuellen Öffnungszeiten und Eintrittspreise können Sie auf der Homepage des Verkehrsvereins Aurich e. V. nachlesen. Mehr erfahren
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Stadtportrait
Zahlen, Daten & Fakten Aurich in Kürze Bundesland: Niedersachsen Landkreis: Landkreis Aurich Geografische Lage: Koordinaten: 53° 28' 15" N, 7° 28' 59" O Höhe: 4 m ü. NN Fläche: 197,29 km² Einwohner: 42.579 (Stand: 30.09.2025; Quelle: Landkreis Aurich) Bevölkerungsdichte: 216 Einwohner je km² Postleitzahl: 26603, 26605, 26607 Vorwahl: 04941, 04947 Kfz-Kennzeichen: AUR Gemeindeschlüssel: 03 45 20 01 Stadtgliederung: 21 Ortsteile Adresse der Stadtverwaltung: Bgm-Hippen-Platz 1, 26603 Aurich Telefon-Nr.: 04941/12-0 E-Mail-Adresse: info@stadt.aurich.de Website: www.aurich.de Stadtgliederung Stichtag: 31.12.2025 (Quelle: Stadt Aurich) Aurich Kernstadt 13.855 Brockzetel 333 Dietrichsfeld 778 Egels 1.766 Extum 2.251 Georgsfeld 584 Haxtum 1.982 Kirchdorf 1.388 Langefeld 405 Middels 1.255 Pfalzdorf 240 Plaggenburg 1.482 Popens 1.948 Rahe 545 Sandhorst 4.509 Schirum 1.428 Spekendorf 406 Tannenhausen 1.897 Walle 2.649 Wallinghausen 3.428 Wiesens 1.423 Standesamtliche Daten 2025 Eheschließungen: 146 Geburten: 1.238 Sterbefälle: 806 Kirchenaustritte: 359 Steuersätze Gewerbesteuer 400 % Grundsteuer A 420 % Grundsteuer B 368 % Abwasserbeseitigung Die Stadt Aurich betreibt eine zentrale öffentliche Abwasseranlage und dezentrale öffentliche Abwasseranlage als öffentliche Einrichtung nach Maßgabe der Abwasserbeseitigungssatzung der Stadt Aurich. Die Gebührensatzungen können Sie hier nachlesen: Satzung der Stadt Aurich über die Erhebung von Gebühren für die Beseitigung von Abwasser aus Grundstücksabwasseranlagen (Gebührensatzung für die dezentrale Abwasserbeseitigung) [PDF] Satzung der Stadt Aurich über die Erhebung von Beiträgen, Gebühren und Kostenerstattungen für die Schmutzwasserbeseitigung (Abgabensatzung für die zentrale Schmutzwasserbeseitigung) [PDF] Straßenreinigungsgebühren Die Reinigungsgebühr beträgt jährlich je Meter Berechnungsfaktor in Reinigungsklasse A (Reinigung mindestens viermal wöchentlich) 5,76 € Reinigungsklasse B (Reinigung mindestens zweimal wöchentlich) 2,88 € Reinigungsklasse C (Reinigung mindestens einmal wöchentlich) 1,44 € Reinigungsklasse D (Reinigung mindestens einmal in zwei Wochen) 0,72 € Die Gebühren der Stadt Aurich werden jährlich neu kalkuliert und vom Rat durch Beschluss festgesetzt. Die Straßenreinigungsgebührensatzung können Sie hier nachlesen: Straßenreinigungsgebührensatzung der Stadt Aurich [PDF] Hundesteuer Die Hundesteuer beträgt jährlich für den 1. Hund 60,00 € den 2. Hund 120,00 € jeden weiteren Hund 180,00 € einen gefährlichen Hund 600,00 € jeden weiteren gefährlichen Hund 700,00 € Die Hundesteuersatzung können Sie hier nachlesen: Hundesteuersatzung der Stadt Aurich [PDF] Zweitwohnungsteuer Die Stadt Aurich erhebt eine Zweitwohnungsteuer. Gegenstand der Steuer ist das Innehaben einer Zweitwohnung im Stadtgebiet. Satzung über die Erhebung einer Zweitwohnungsteuer in der Stadt Aurich [PDF] Zweitwohnungssteuer - Datenschutzerklärung [PDF] Versorgung und Entsorgung Entwässerung Name Adresse Kontakt Entwässerungsverband Aurich Am Pferdemarkt 1 26603 Aurich Tel. (04941) 95 25 0 Wasserversorgung Name Adresse Kontakt Oldenburg-Ostfriesischer Wasserverband Georgstraße 4 26919 Brake Tel. (04401) 916-0 Kundenservice: 0800 - 1801201 Abfallentsorgung Name Adresse Kontakt MKW GmbH & Co. KG Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Aurich Holtmeedeweg 6 26629 Großefehn Abfallberatung: Tel. (04941) 16 - 70 70 Abfuhr- und Containerdienst: Tel. (04941) 16 - 77 77 Überblick Zahlen, Daten & Fakten Stadtgeschichte Stadtwappen Bürgermeister-Galerie Partnerstadt Appingedam Übersicht Infos zum Wappen Fairtrade-Stadt Stolpersteine in Aurich
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Bürgermeister-Galerie
Hermann von Schleusen Hermann von Schleusen (1946 - 1964) Hermann von Schleusen war der erste ehrenamtliche Bürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg. Er wurde am 15. Juni 1879 in Aurich geboren. Sein Vater war der erste Photograph in Aurich. Der Sohn machte eine kaufmännische Lehre, diente als Soldat beim 78. Infanterieregiment, heiratete eine Gastwirtstochter und machte sich schließlich mit 24 Jahren selbständig. Im Hause Norderstraße 52 eröffnete er am 15. Juli 1903 ein "Tee- und Kolonialwarengeschäft". Im Jahr 1909 verlegte er es in das Haus Nordertor 40 (heute Norderstraße 33). Später stellte er mehr und mehr auf den Tabakwarenhandel und das Lotteriegeschäft um. Nachdem Hermann von Schleusen nach sechsjähriger Soldaten- und Gefangenenzeit aus dem Krieg zurückgekehrt war, erwachte in ihm das Interesse an der Kommunalpolitik. Er war, wie die meisten Auricher Geschäftsleute und Handwerker, national gesinnt. Aber einer Partei schloss er sich nicht an, er gründete vielmehr mit dem Gastwirt Brems und dem Klempnermeister Fischer eine "Unpolitische Liste der Auricher Bürgerschaft". Tatsächlich gelangten 1925 alle drei über diese Liste in die Stadtverordnetenversammlung. Dies wiederholte sich 1929. Ein Jahr später wurde von Schleusen sogar zum Bürgervorsteherwortführer gewählt, wie damals der Ratsvorsitzende hieß. Als 1933 zur ersten Kommunalwahl im Dritten Reich aufgerufen wurde, lehnte von Schleusen eine Aufstellung als Kandidat auf der Liste "Kampffront 'Schwarz-Weiß-Rot" ab, in der sich die Deutschnationalen, der Stahlhelm und andere rechte Gruppen vereinigt hatten. Von Schleusens frühere Kampfgefährten Brems und Fischer ließen sich dort eintragen. Brems wurde sogar Senator. Während der ganzen nationalsozialistischen Zeit blieb von Schleusen politisch abstinent. Dr. Anklam, der 1945 von den Besatzungsbehörden als hauptamtlicher Bürgermeister eingesetzt war, berief den inzwischen 66jährigen von Schleusen zu seinem Stellvertreter. Im Dezember wurde er außerdem zum Standesbeamten ernannt. Während Anklam 1946 von seinem Posten zurücktrat - als die neue zweigleisige Verwaltungsordnung eingeführt wurde - zog von Schleusen auf der Liste der CDU in den Rat der Stadt ein. Sogleich wurde er zum Bürgermeister gewählt. Diese Prozedur wiederholte sich 1950, 1951, 1952, 1953, 1956 und 1961, wobei die bürgerlichen Parteien hinter ihm standen (CDU, UWG, BHE). Bei seiner letzten Wahl 1961 war er bereits 82 Jahre alt. Trotzdem legte man die Geschicke der Stadt noch einmal in seine Hände - ein Beweis für seine außerordentliche Popularität. Am 15. September 1964 endete seine letzte Amtsperiode. Nur wenige Monate lebte er noch, er starb am 17. Februar 1965. Hermann von Schleusen war in einer Zeit zunächst des Mangels, dann großer wirtschaftlicher Umwälzungen Bürgermeister. Er war vielleicht der richtige Mann für diese Zeit. In ihm konnte man die Solidität der Vergangenheit wiedererkennen, nach der man sich besonders in den 50er Jahren zurücksehnte. Er war ein Mann des Übergangs. Übersicht Zahlen, Daten & Fakten Stadtgeschichte Stadtwappen Bürgermeister-Galerie Partnerstadt Appingedam Übersicht Infos zum Wappen Fairtrade-Stadt Stolpersteine in Aurich
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Bürgermeister-Galerie
Kurt Fischer Kurt Fischer (1933 - 1939) Kurt Fischer war der erste von fünf nationalsozialistischen Bürgermeistern. Schon bei seiner Auswahl unter 84 Bewerbungen hatte man ihn als einen jungen, dynamischen Mann ausgesucht, der das Parteiabzeichen bereits seit 1931 trug. Fischer kam aus Landsberg an der Warthe, wo er am 03.12.1902 als Sohn eines Landwirtes geboren wurde. Als "Einjähriger" verließ er die Schule, holte aber später sein Abitur nach. Nach einem Studium in Insbruck, Berlin und Breslau bestand er im Dezember 1932 sein Referendarexamen als Jurist. Fischer traf am 10. Dezember 1933 auf dem Auricher Marktplatz mit dem Auto ein. Ein Sturm der SA und eine Gefolgschaft der HJ war vor ihm aufmarschiert. Unter den Klängen des Badenweiler Marsches schritt er die Front ab. Eines war nun klar: Er war nicht der Vertreter der Bürgerschaft, sondern der Abgesandte der Partei! Diese Position übte Fischer mit überraschendem Selbstbewusstsein aus. In den sechs Jahren seiner Amtsführung gab es beachtliche Veränderungen in Aurich. Am meisten bemühte sich Fischer um eine Garnison in Aurich. Er erlebte es noch, als am 1. Oktober 1938 die 1. Kompanie der Marinenachrichtenabteilung mit klingendem Spiel auf dem Marktplatz aufzog. Mit der Garnisonwerdung setzte eine rege Bautätigkeit in Aurich ein. Nicht nur die Kasernen und andere militärische Objekte wurden errichtet, sondern auch Wohnungen für Offiziere und Unteroffiziere sowie Straßen, Ent- und Versorgungsanlagen. Auch das Blücherbad entstand in diesen Monaten. Fischer dachte auch an die kulturelle Versorgung der neuen Bürger. Er sorgte für eine Volksbücherei, ein Konzert- und Theaterabonnement. Eine breite Bautätigkeit in Aurich hatte aber schon viel früher eingesetzt. Mit staatlicher Unterstützung wurden vor allem Siedlungshäuser im Einheitsstil gebaut. Sie waren für diese Zeit charakteristisch und prägen noch heute das Bild einiger Auricher Straßen. In die Dienstzeit Fischers fiel auch der Pogrom vom 9./10. November 1938. Fischer streitet allerdings ab, irgend etwas damit zu tun gehabt zu haben. Im Juni 1939 wurde Fischer überraschend an eine größere Stadt (Belgard in Pommern, 17.000 Einwohner) abgeordnet. Im März 1948 kehrte Fischer aus Kriegsgefangenschaft und Internierungshaft zurück. Von 1949 bis 1951 war er Kreisgeschäftsführer des Zentralverbandes der Flüchtlingsarbeitsgemeinschaft des Kreises Aurich e. V. (ZvD). Auf der Liste des Bundes der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE) wurde er im Mai 1951 Mitglied des Niedersächsischen Landtages. Seine Fraktion wählte ihn im Oktober 1951 zum stellvertretenden Vorsitzenden und im November 1953 zum Vorsitzenden. Im Oktober 1954 legte er sein Mandat nieder. Kurt Fischer starb am 10.02.1991 in Hamburg. Übersicht Zahlen, Daten & Fakten Stadtgeschichte Stadtwappen Bürgermeister-Galerie Partnerstadt Appingedam Übersicht Infos zum Wappen Fairtrade-Stadt Stolpersteine in Aurich
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