Fördermaßnahme "Erschließung des Industrie- und Gewerbegebietes Schirum IV"
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Marketing Die Vermarktung der erschlossenen Gewerbegebietsflächen geschieht über folgende Wege: - Messen Ostfrieslandschau Leer Wohnforum / Energieforum Aurich Weser-Ems-Ausstellung Jobbörsen etc. - Netzwerkarbeit Ems-Achse im Rahmen der Mitgliedschaft EDR im Rahmen der Mitgliedschaft Kontaktpflege mit Unternehmen - KOMSIS Das Kommunale Standortinformationssystem www.komsis.de ist eine weitere kontinuierliche und über das Medium Internet abrufbare Recherchemöglichkeit. Die neuen Gewerbegebietsflächen werden dort gelistet sein. - Printmedien / Imagefilm Es werden Printmedien in Form eines Flyers sowie als Standortbroschüre für die Vermarktung eingesetzt. - Persönliche Ansprache Weiterhin ist vorgesehen, die im Raum Aurich bereits am Markt befindlichen Unternehmen dahingehend anzusprechen und zu sensibilisieren, dass diese ihre Zulieferer pp. durch die eigene Zufriedenheit und der sich aus einer örtlichen Nähe ergebenden Synergieeffekte zu einem Standortwechsel, respektive zur Gründung von Tochterunternehmen zu bewegen. Fachliche Qualitätskriterien Gespräche mit potenziellen Investoren lassen nach vorsichtiger Schätzung mit rund 50 bis 150 sozialversicherungspflichtigen Dauerarbeitsplätzen für das neue Gebiet erwarten. Davon werden ca. 50% gesichert. Es wird angestrebt, das über 50 % der Fläche vom KMU genutzt wird. Das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) des Landkreises Aurich liegt in der Entwurfsfassung von 2018 vom 12.10.2018 bis zum 12.11.2018 aus. Der Entwurf des in Aufstellung befindlichen Regionale Raumordnungsprogramm ist als Ziel der Raumordnung zu betrachten und somit als sonstiges Erfordernis der Raumordnung bereits zu berücksichtigen.
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Aurich nennt sich die "Stadt der regenerativen Energie". Zurückzuführen ist das auf den Standort der Fa. ENERCON. Weiterhin spiegelt sich dort die "rechnerische" Versorgung der Stadt Aurich mit regenerativem Strom wieder. Über 80 % des benötigten Stroms wird bereits im Stadtgebiet erzeugt. So wird ein Großteil des Industrie-und Gewerbegebietes Aurich-Nord bereits durch BHKW versorgt. Im Gebiet Schirum IV soll dieser Grundgedanke ebenfalls Einzug erhalten. Ein Teil der neuen Betriebsgebäude wird sich regenerativ bewirtschaften oder einen Betrag dazu leisten. Aurich ist sehr stark durch die Ansiedlung des Industrieunternehmens ENERCON geprägt. Es wird jedoch für wichtig erachtet, KMU die Möglichkeiten der Entfaltung zu geben. Damit wird die KMU-Struktur in der Region gestärkt werden. Die Telekom Deutschland GmbH hat bereits Zusage für die Breitbandversorgung mittels FTTH-Technik im Plangebiet erteilt. Dadurch erhält die Unternehmensansiedlung einen erhöhten Stellenwert. Die Umsetzung des Projektes beginnt im Frühjahr 2019 und die endgültige Fertigstellung ist für den Sommer 2021 vorgesehen. Die zu verlagernde Betriebe haben an den aktuellen Standorten keine Entwicklungsperspektiven. Aufgrund erhöhter Anfragen stehen keine alternativen Flächen zur Verfügung. Dieses inne liegende Projekt ist ein wesentlicher Baustein in der Strategie der Stadt Aurich, die Region Aurich im Nordwesten als zukunftsorientierten Standort zu erhalten und weiter zu entwickeln. Der Bedarf an Industrie- und Gewerbeflächen ist in Aurich in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Der Erfolg spiegelt sich letztendlich über die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze wieder. Neben der Verlagerung von Firmen, sollen auch durch Neuansiedlungen weitere neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Marktanalyse Der überwiegend ländlich geprägte Bereich Ostfrieslands hat bis zur Jahrhundertwende eine eher zurückhaltende wirtschaftliche Entwicklung genossen. Die einst periphere Lage hat durch die EU-Osterweiterung und der zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutung einer seeseitigen Anbindung an das weltweite Warennetz eine erhebliche positive Veränderung erfahren. Zudem hat der Bereich der Erneuerbaren Energien durch die Firma Enercon einen nachhaltigen Schub ausgelöst. Durch eine wirtschaftsgerechte Ansiedlungspolitik erfolgte nicht nur die Ansiedlung des Unternehmens Enercon, sondern es siedeln sich seit mehreren Jahren zunehmend Zulieferbetriebe in der Region an. Hinzu kommt eine Entwicklung der Wertschöpfungskette im "Kielwasser" dieses Industriezweiges. Innerhalb dieser Wertschöpfungskette und auch in anderen Bereichen (z.B. Chemie, Elektro, Bauen, Recycling, etc.) konnte sich eine Reihe von Unternehmen positiv entwickeln. Das Angebot an geeigneten Gewerbegebietsflächen in der näheren Umgebung ist aktuell durchaus als zurückhaltend zu bewerten. Wie sich aus der nachstehenden Aufstellung ergibt, stehen im Landkreis Aurich, verteilt auf viele Standorte, lediglich ca. 50 ha zur Verfügung. Dabei muss die Größe noch dadurch relativiert werden, dass die größtmögliche Fläche des jeweiligen Gebiets in der Regel nicht die vom Unternehmen gewünschte optimale Fläche erreicht. Insofern stehen unter Ausblendung dieser "kleinen Restflächen" weitaus weniger Grundstücke zur Verfügung.
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Das Industrie- und Gewerbegebiet Schirum besteht bisher aus den Teilgewerbegebieten Schirum I bis III. Die Grundstücksflächen des Industrie- und Gewerbegebietes Schirum I und II sind bereits vollständig vermarktet. Im Gewerbegebiet Schirum III stehen derzeit noch rd. 7 ha. Nettobaufläche in der Vermarktung. Weitere Gewerbeflächen sin zurzeit in den Industrie- und Gewerbegebieten Aurichs nicht verfügbar. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf ca. 5,00 Mio. Euro brutto. In der Finanzplanung wird davon ausgegangen, dass sich das Land an den förderfähigen Kosten in Höhe von rd. 2,40 Mio. Euro mit 60 %, mithin rd. 1,44 Mio. Euro beteiligt. Die restlichen Kosten werden als Eigenanteil über den Haushalt 2019 ff. der Stadt Aurich abgedeckt. Projektträger und -management Die in der Mitte Ostfrieslands gelegene Stadt Aurich (ca. 42.000 Einwohner, Kreisstadt) hat im Rahmen ihrer nach dem Kommunalverfassungsrecht verankerten Allzuständigkeit die Aufgabe, die erforderlichen sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen öffentlichen Einrichtungen zu schaffen. In diesem Zusammenhang kommt der Schaffung ausreichender und bedarfsorientierter wirtschaftsnaher Infrastruktur eine besondere Bedeutung zu. Als selbständige Stadt verfügt die Stadt Aurich über die erforderliche Verwaltungskraft, um das beabsichtigte Projekt erfolgsorientiert umsetzen zu können. Seit Mitte des vorherigen Jahrzehnts konnten mehrere Großprojekte durch die Stadt Aurich erfolgreich umgesetzt werden. Aufbauend auf die in diesem Zusammenhang erworbenen Erfahrungen darf von einer erfolgreichen Umsetzung des hier in Rede stehenden Projekts ausgegangen werden. Zudem lebt sie das Leitbild einer wirtschaftsfreundlichen Kommune. Projekt Gegenstand des Projektes ist die Erschließung von Erweiterungsflächen des Industrie- und Gewerbegebiets Schirum IV in Aurich-Schirum. Der Grund für die Erschließung liegt in der starken Nachfrage nach Industrie- und Gewerbeflächen in Aurich. Es stehen derzeit noch rund 7 ha Gewerbeflächen zur Verfügung. Über einen großen Teil dieser Flächen werden bereits Verkaufsgespräche geführt. Das geplante Industrie-und Gewerbegebiet umfasst 11,5 ha. Brutto und 8,5 ha Nettogewerbeflächen entlang der Bundesstraße. Für die beantragte Zuwendung ist die Fläche 3 (siehe Abbildung 2) von ca. 6,1 ha Brutto zugrunde gelegt. Dieser Bereich des Gewerbegebietes Schirum IV soll weitgehend als uneingeschränktes Gewerbegebiet entwickelt werden. Unternehmen, die die KMU Voraussetzungen erfüllen sollen bevorzugt werden. In dem nicht zuwendungsfähigen Bereich (Fläche 1) soll insbesondere die Ansiedlung von Gewerbe und Dienstleistungen aus dem medizinischen Bereich angestrebt werden. Ein entsprechender Kreuzungsbereich ist bereits vorhanden. Die Erschließung des Gewerbegebiets umfasst 5 Straßenabschnitte. Die zentrale Erschließung erfolgt über die Planstraße A und dem Lehmdobbenweg. Die Planstraße B erschließt die Fläche 1. Innerhalb der Fläche 3 werden die Planstraßen C und D erschlossen. Die Kostenverteilung ist entsprechend den Flächen 1 bis 3 zugeordnet. Für den Antrag sind nur die Kosten der Fläche 3 und anteilig der Fläche 2 berücksichtigt worden.
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Die Erschließung des Planungsgebietes erfolgt aus Richtung Osten über den bestehenden "lehmdobbenweg", der an der Bundesstraße B72 anschließt. Weiterhin ergeben sich zwei Anschlusspunkte an das umliegende Straßennetz. Richtung Süden an den "Lehmdobbenweg" und Richtung Norden an den "Bengenkampsweg". Die innere Erschließung des Planungsgebietes erfolgt über eine Haupterschließungsstraße mit einer abzweigenden Verbindungsstraße sowie zwei Erschließungsstichen die am Ende jeweils mit einer Wendeanlage ausgestattet sind. Für den östlichen Bereich, der für die gewerbliche Nutzung vorgesehen ist, sind Nebenanlagen für den Fuß- und Radverkehr vorgesehen. Im weiteren Planungsgebiet sind Nebenanlagen vorerst nicht vorgesehen. Optional besteht allerdings die Möglichkeit die Versorgungsstraßen perspektivisch als Geh-und Radwege auszubauen. Der bestehende Lehmdobbenweg wird auf einen Teilabschnitt, mit einer Länge von ca. 240 m zurückgebaut.
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Projektbeschreibung
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Zusammenfassung Die Stadt Aurich beabsichtigt die Erschließung des Industrie- und Gewerbegebietes Schirum IV (siehe Abbildung 1) sowie die Anbindung des Gesamtgebietes an das überregionale Verkehrsnetz und der Errichtung von Kommunikationsverbindungen. Damit soll die Nachfrage nach gewerblichen Grundstücken in der Region bedient werden. Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 335 umfasst ca. 11,1 ha. Brutto und 8,5 ha Nettogewerbeflächen. Das Planungsgebiet befindet sich ca. 3 Kilometer südlich vor dem Stadtzentrum der Stadt Aurich, im Ortsteil Schirum. Die bisher überwiegend landwirtschaftlich genutzte Fläche umschließt zudem einen landwirtschaftlichen Hof und mehrere Wallhecken. Das Planungsgebiet grenzt im Osten an die Bundesstraße B72 und im Westen an den Mooräckerschloot mit dahinterliegenden landwirtschaftlichen Flächen. Im Norden verläuft die einspurige Erschließungsstraße "Bengenkampsweg" an die angeschlossen wird. Südlich wird die Planungsfläche durch die VOST (Verein Ostfriesischer Stammviehzüchter), einen geplanten Regenrückhaltebecken sowie bestehender Wohnbebauung begrenzt. Projektbeschreibung
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