7. Station: Die Ostfriesische Landschaft
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Sie ist die Nachfolgerin der vormals aus Rittern, Bürgern und Bauern zusammengesetzten Landstände des Fürstentums Ostfriesland. Seit 1949 ist sie ein höherer Kommunalverband aus den ostfriesischen Landkreisen und der Stadt Emden und hat eine demokratisch-parlamentarische Verfassung. Die Ostfriesische Landschaft unterhält verschiedene Einrichtungen der Wissenschaft und Forschung, Bildung, Kunst und Kultur, die dem Wohle Ostfrieslands dienen. Diese sorgen u. a. für wissenschaftliche Literaturversorgung, historische Landesforschung, archäologische Denkmalpflege, Weiterentwicklung und Verbesserung des allgemeinen Kulturlebens (Museumsverbund, Regionalsprache, Orgelkultur), Unterstützung von Schule und Unterricht sowie Lehrerfortbildung. Der historische Ständesaal, in dem auch die moderne Landschaftsversammlung tagt, kann besichtigt werden. mehrlink 7. Station: Die Ostfriesische Landschaft
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6. Station: Die Katholische Kirche
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Sehr bald nach der Reformation gab es in Ostfriesland keine katholischen Kirchen und fast keine katholischen Christen mehr. Nachdem die Zahl der Katholiken langsam wieder angestiegen war, erlaubte die königliche Regierung in Hannover am 2. Mai 1849 den Bau einer katholischen Kirche. Am 17. Oktober 1849 wurde sie geweiht. Die ursprüngliche Größe des Gebäudes entspricht der Länge, die durch die drei mittleren Fenster mit ihren Bögen aus dunkleren Ziegeln im Mauerwerk markiert ist. Im Jahr 1903 wurde die Kirche wegen der wachsenden Zahl der Kirchenbesucher durch den Anbau des Altarraumes und des Turmes vergrößert. In dieser Gestalt ist die Kirche heute Mittelpunkt der St. Ludgerus-Gemeinde, die vornehmlich durch den Zuzug von Vertriebenen aus Schlesien im Jahr 1946 heute über 3.000 Gemeindemitglieder hat. Die Kirche ist tagsüber geöffnet. Im Turm läuten zwei Glocken aus Schlesien. Sie wurden während des Krieges zur Rohstoffgewinnung beschlagnahmt, überlebten den Krieg jedoch auf dem "Glockenfriedhof" in Hamburg. 6. Station: Die Katholische Kirche
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4. Station: Das MachMitMuseum
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Das MachMitMuseum ist ein spannender Kommunikations- und Erfahrungsort für Kinder und Familien. Jährlich wechselnde Ausstellungen beschäftigen sich mit unterschiedlichen Themen, die von großen und kleinen Besuchern mit allen Sinnen erlebt werden können. Nicht die Objekte selbst, sondern der Umgang mit ihnen und das eigene Mitmachen stehen im Vordergrund. Ein lustvolles und nachhaltiges "Begreifen" wird ermöglicht. Die Ausstellungen werden in Zusammenarbeit mit der Kunstschule "miraculum" von Kindern, mit Kindern und für Kinder entwickelt und vorbereitet. Das MachMitMuseum ist Mitglied des Bundesverbandes der deutschen Kinder- und Jugendmuseen. Über das Thema unserer jeweils aktuellen Ausstellung können Sie sich hier informieren. mehrlink 4. Station: Das MachMitMuseum
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3. Station: Das Historische Museum
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Die "Alte Kanzlei", 1530 erbaut, ist seit 1986 Sitz des Historischen Museums. Bürgernah wird hier die Stadtgeschichte Aurichs erschlossen. In der jungen Tradition des Hauses werden die begonnenen Sammlungen aufgebaut. Wechselnde Ausstellungen zeigen das kulturelle Erbe der Stadt und ihrer Region. Das Museum arbeitet zusammen mit benachbarten Kultureinrichtungen und bildet zusätzlich eine Arbeitsgemeinschaft im Verbund der ostfriesischen Museen. Das Land Niedersachsen und die Stadt fördern diese Einrichtung zum Ausbau des Mittelzentrums Aurich und der regionalen Struktur Ostfrieslands. mehrlink 3. Station: Das Historische Museum
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Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Aurich
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Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Aurich Frau Anna Eggers Bgm.-Hippen-Platz 1 26603 Aurich Telefon: 04941 / 12 - 19 00 E-Mail: gleichstellung@stadt.aurich.de Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Aurich
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Die Auricher Kulturmeile
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Die Kulturmeile verläuft quer durch die Stadt und möchte Auricher Kultureinrichtungen miteinander, füreinander und vor allem für die Stadtkultur gestalten und präsentieren. In der Stadt selbst finden Sie an fünf Punkten dreiseitige Infotafeln. Diese informieren für bis zu drei Gebäude, deren Historie und kulturelle Veranstaltungen. Begeben Sie sich auf eine kleine Reise durch Aurichs Kulturgeschichte! Die Stationen der Auricher Kulturmeile finden Sie im Einzelnen hier. Durch Anklicken der einzelnen Stationen erhalten Sie Informationen über die Kultureinrichtungen: Die Auricher Kulturmeile
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Seminarstadt Aurich
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"Aurich hat eine besondere geistige Atmosphäre" hat Literaturnobelpreisträger und Philosoph Rudolf Eucken (1846-1926) seiner Heimatstadt einst ins Stammbuch diktiert. Auch fast 100 Jahre nach Euckens Tod werden die Sinne in Aurich noch geschärft und belebt: Die ostfriesische Stadt hat sich in der jüngeren Vergangenheit zu einem Kompetenzzentrum für Schulungen, Teambuildings und Assessments sowie Gruppendynamik- und Persönlichkeitstrainings entwickelt. Kurz zusammengefasst in dem Markennamen Seminarstadt Aurich . Die Seminarstadt Aurich ist eine Kooperation aus professionell geführten Häusern und Einrichtungen der Stadt. Durch diese Bündelung wurde ein Netzwerk der besonderen Art geschaffen und es wird ein hoher Grad an Professionalität und Individualität erreicht, damit möglichst alle Pläne und Wünsche der Unternehmen realisiert werden können. Das zentrale Veranstaltungsteam koordiniert das vielseitige Raumangebot sowie die Bettenkontingente und kümmert sich um eine professionelle Tagungstechnik. Dabei ist das Spektrum an Räumen so vielseitig wie die Wünsche der Seminarveranstalter. Zudem lässt das Team bei Events und Rahmenprogrammen seine Kreativität spielen. Vom Strategiegespräch im vertraulichen Kreis bis hin zum Kongress mit mehreren hundert Teilnehmern entwickelt das Tagungsteam das jeweils optimale Konzept. Dieser umfassende Service geht aber noch weit über die eigentliche Tagung hinaus: Seminarstadt Aurich
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Hermann Hippen (1964 - 1978)
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Er gilt als einer der freundlichsten Bürgermeister der Stadt. Seine "ausgleichende und verständnisvolle Art", seine "offene und verständnisvolle Partnerschaft", seine "menschliche Wärme" und sein "freundliches und väterliches Wohlwollen" prägten ihn zu "einem Mann des Ausgleichs". Hermann Hippen stammt aus einem alten Auricher Handwerkergeschlecht. Er wurde 1907 in Aurich geboren, besuchte das Gymnasium bis zur mittleren Reife und machte eine kaufmännische Lehre. In der Wirtschaftskrise der 20er Jahre verlor er seine Arbeit in der Ausbildungsfirma. 1930 fand er eine Anstellung bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse und dort blieb er dann bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1969 als Verwaltungsamtmann. Von 1939 bis 1946 war er Soldat und in Kriegsgefangenschaft. 1961 stellte er sich zum ersten Mal zur Wahl für das Stadtparlament (auf der Liste der SPD). Bis dahin hatte er sich hauptsächlich in Auricher Vereinen betätigt, so in der Sportvereinigung und der Feuerwehr. Nach seiner Wahl zum Ratsherrn wurde er sogleich zum Beigeordneten gewählt. Als Bürgermeister von Schleusen zurücktrat, wählte man Hippen zu seinem Nachfolger. In dieser Stellung blieb er bis zum 20. Juli 1978, gewählt zunächst von einer Koalition aus SPD und FDP, später genügten die Stimmen der zur absoluten Mehrheit gelangten SPD. Die 14 Jahre seiner Amtszeit fielen in die Zeit großer wirtschaftlicher Veränderungen und des sich ausbreitenden Wohlstandes. Große Baumaßnahmen fielen in diese Zeit: das Industriegebiet Süd (1972), das Hallenbad (1972), die Fußgängerzone (1974), das Berufsbildungszentrum (1975) und das neue Rathaus. Aber das größte Ereignis in Hippens Amtszeit war die Gemeindereform. Nach verhältnismäßig kurzen Beratungen entstand eine Stadt mit 34.000 Einwohnern und 21 Gemeinden. Hermann Hippen war bei den Beratungen von Anfang an dabei. Am 20. Mai 1972 wurde der Gebietsänderungsvertrag unterschrieben. Am 22. Oktober 1972 fand die erste Kommunalwahl für das größere Aurich statt. Hermann Hippen war ein Mann, der ein außerordentliches Vertrauen bei den Menschen der Stadt genoss. Bei seinem Rücktritt am 21. Juli 1978 wurde er mit Lob und Dank überhäuft. Der Bundespräsident verlieh ihm das Bundesverdienstkreuz; der niedersächsische Ministerpräsident den Niedersächsischen Verdienstorden. Nur ein halbes Jahr nach seinem Rücktritt, am 18. Februar 1979, verschied der allseits geachtete Bürgervater. Hermann Hippen (1964 - 1978)
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Hermann von Schleusen (1946 - 1964)
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Hermann von Schleusen war der erste ehrenamtliche Bürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg. Er wurde am 15. Juni 1879 in Aurich geboren. Sein Vater war der erste Photograph in Aurich. Der Sohn machte eine kaufmännische Lehre, diente als Soldat beim 78. Infanterieregiment, heiratete eine Gastwirtstochter und machte sich schließlich mit 24 Jahren selbständig. Im Hause Norderstraße 52 eröffnete er am 15. Juli 1903 ein "Tee- und Kolonialwarengeschäft". Im Jahr 1909 verlegte er es in das Haus Nordertor 40 (heute Norderstraße 33). Später stellte er mehr und mehr auf den Tabakwarenhandel und das Lotteriegeschäft um. Nachdem Hermann von Schleusen nach sechsjähriger Soldaten- und Gefangenenzeit aus dem Krieg zurückgekehrt war, erwachte in ihm das Interesse an der Kommunalpolitik. Er war, wie die meisten Auricher Geschäftsleute und Handwerker, national gesinnt. Aber einer Partei schloss er sich nicht an, er gründete vielmehr mit dem Gastwirt Brems und dem Klempnermeister Fischer eine "Unpolitische Liste der Auricher Bürgerschaft". Tatsächlich gelangten 1925 alle drei über diese Liste in die Stadtverordnetenversammlung. Dies wiederholte sich 1929. Ein Jahr später wurde von Schleusen sogar zum Bürgervorsteherwortführer gewählt, wie damals der Ratsvorsitzende hieß. Als 1933 zur ersten Kommunalwahl im Dritten Reich aufgerufen wurde, lehnte von Schleusen eine Aufstellung als Kandidat auf der Liste "Kampffront 'Schwarz-Weiß-Rot" ab, in der sich die Deutschnationalen, der Stahlhelm und andere rechte Gruppen vereinigt hatten. Von Schleusens frühere Kampfgefährten Brems und Fischer ließen sich dort eintragen. Brems wurde sogar Senator. Während der ganzen nationalsozialistischen Zeit blieb von Schleusen politisch abstinent. Dr. Anklam, der 1945 von den Besatzungsbehörden als hauptamtlicher Bürgermeister eingesetzt war, berief den inzwischen 66jährigen von Schleusen zu seinem Stellvertreter. Im Dezember wurde er außerdem zum Standesbeamten ernannt. Während Anklam 1946 von seinem Posten zurücktrat - als die neue zweigleisige Verwaltungsordnung eingeführt wurde - zog von Schleusen auf der Liste der CDU in den Rat der Stadt ein. Sogleich wurde er zum Bürgermeister gewählt. Diese Prozedur wiederholte sich 1950, 1951, 1952, 1953, 1956 und 1961, wobei die bürgerlichen Parteien hinter ihm standen (CDU, UWG, BHE). Bei seiner letzten Wahl 1961 war er bereits 82 Jahre alt. Trotzdem legte man die Geschicke der Stadt noch einmal in seine Hände - ein Beweis für seine außerordentliche Popularität. Am 15. September 1964 endete seine letzte Amtsperiode. Nur wenige Monate lebte er noch, er starb am 17. Februar 1965. Hermann von Schleusen war in einer Zeit zunächst des Mangels, dann großer wirtschaftlicher Umwälzungen Bürgermeister. Er war vielleicht der richtige Mann für diese Zeit. In ihm konnte man die Solidität der Vergangenheit wiedererkennen, nach der man sich besonders in den 50er Jahren zurücksehnte. Er war ein Mann des Übergangs. Hermann von Schleusen (1946 - 1964)
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Kurt Fischer (1933 - 1939)
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Kurt Fischer war der erste von fünf nationalsozialistischen Bürgermeistern. Schon bei seiner Auswahl unter 84 Bewerbungen hatte man ihn als einen jungen, dynamischen Mann ausgesucht, der das Parteiabzeichen bereits seit 1931 trug. Fischer kam aus Landsberg an der Warthe, wo er am 03.12.1902 als Sohn eines Landwirtes geboren wurde. Als "Einjähriger" verließ er die Schule, holte aber später sein Abitur nach. Nach einem Studium in Insbruck, Berlin und Breslau bestand er im Dezember 1932 sein Referendarexamen als Jurist. Fischer traf am 10. Dezember 1933 auf dem Auricher Marktplatz mit dem Auto ein. Ein Sturm der SA und eine Gefolgschaft der HJ war vor ihm aufmarschiert. Unter den Klängen des Badenweiler Marsches schritt er die Front ab. Eines war nun klar: Er war nicht der Vertreter der Bürgerschaft, sondern der Abgesandte der Partei! Diese Position übte Fischer mit überraschendem Selbstbewusstsein aus. In den sechs Jahren seiner Amtsführung gab es beachtliche Veränderungen in Aurich. Am meisten bemühte sich Fischer um eine Garnison in Aurich. Er erlebte es noch, als am 1. Oktober 1938 die 1. Kompanie der Marinenachrichtenabteilung mit klingendem Spiel auf dem Marktplatz aufzog. Mit der Garnisonwerdung setzte eine rege Bautätigkeit in Aurich ein. Nicht nur die Kasernen und andere militärische Objekte wurden errichtet, sondern auch Wohnungen für Offiziere und Unteroffiziere sowie Straßen, Ent- und Versorgungsanlagen. Auch das Blücherbad entstand in diesen Monaten. Fischer dachte auch an die kulturelle Versorgung der neuen Bürger. Er sorgte für eine Volksbücherei, ein Konzert- und Theaterabonnement. Eine breite Bautätigkeit in Aurich hatte aber schon viel früher eingesetzt. Mit staatlicher Unterstützung wurden vor allem Siedlungshäuser im Einheitsstil gebaut. Sie waren für diese Zeit charakteristisch und prägen noch heute das Bild einiger Auricher Straßen. In die Dienstzeit Fischers fiel auch der Pogrom vom 9./10. November 1938. Fischer streitet allerdings ab, irgend etwas damit zu tun gehabt zu haben. Im Juni 1939 wurde Fischer überraschend an eine größere Stadt (Belgard in Pommern, 17.000 Einwohner) abgeordnet. Im März 1948 kehrte Fischer aus Kriegsgefangenschaft und Internierungshaft zurück. Von 1949 bis 1951 war er Kreisgeschäftsführer des Zentralverbandes der Flüchtlingsarbeitsgemeinschaft des Kreises Aurich e. V. (ZvD). Auf der Liste des Bundes der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE) wurde er im Mai 1951 Mitglied des Niedersächsischen Landtages. Seine Fraktion wählte ihn im Oktober 1951 zum stellvertretenden Vorsitzenden und im November 1953 zum Vorsitzenden. Im Oktober 1954 legte er sein Mandat nieder. Kurt Fischer starb am 10.02.1991 in Hamburg. Kurt Fischer (1933 - 1939)
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