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23. Bundeskonferenz kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen vom 06. bis 08.09.2015

Gleichstellungsarbeit 3.0

Für eine bessere Zukunft von Frauen und Männern

23. Bundeskonferenz kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen in Rostock erfolgreich zu Ende gegangen

 

-       Flüchtlingsfrauen brauchen besondere Unterstützung! 

-       Freigewordene Bundesmittel für Kitaausbau! 

-       Bessere Rahmenbedingungen für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte!

 

 
Diesen Forderungen  schließen sich die Gleichstellungsbeauftragten Frauke Jelden (Landkreises Aurich) und Birgit Ehring-Timm (Stadt Aurich) nach der Teilnahme an der 23. Bundeskonferenz der kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten Deutschlands in Rostock an. 

Gleichstellungspolitik 3.0 und Flüchtlingsfrauen: 

Frauen und Mädchen fliehen u. a., weil sie in vielen Ländern als Teil der Kriegsführung vergewaltigt werden. Auch auf der Flucht werden sie häufig  Opfer sexueller Gewalt. Sie brauchen in Deutschland besondere Hilfesysteme,  um die erlebten Traumata zu bewältigen. Sie brauchen Schutz vor Gewalt und vor sexuellen Übergriffen in Gemeinschaftsunterkünften und sie brauchen Bildungsangebote, die u.a. berücksichtigen, dass viele von ihnen nicht lesen und schreiben können. Und sie brauchen niedrigschwellige Angebote zur Gesundheitsversorgung.
 

Dazu sagte Bundesministerin Manuela Schwesig vor den mehr als 350 Gleichstellungsbeauftragten: „Ich schätze die Arbeit der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten sehr. Ohne Sie wäre vieles nicht möglich. Aktuell ist die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen eine der größten Herausforderungen vor Ort. Besonders die Frauen und Kinder, die bei uns ankommen und Schutz suchen, sind durch Krieg und Gewalt schwer traumatisiert. Ich begrüße es sehr, dass Sie sich vor Ort dafür stark machen, dass auf die Bedürfnisse dieser Frauen so gut es geht Rücksicht genommen wird. 
 

Dazu gehört eine angemessene Unterbringung ebenso wie der Zugang zu speziellen Beratungsangeboten. Dies ist nur ein Beispiel, wie sehr Ihre Arbeit gebraucht wird. Sie unterstützen, wo Frauen ganz konkrete Hilfe suchen.“

Die Gleichstellungsbeauftragten fordern: Qualifiziertes Personal und Bundesmittel speziell für die Unterstützung von geflüchteten Frauen und Mädchen.

Gleichstellungspolitik 3.0 und Bundesfinanzminister:

Die freiwerdenden Mittel aus dem Betreuungsgeld müssen in den Ausbau der Kindertagesstätten fließen. Es ist ein Unding, dass Wolfgang Schäuble damit Haushaltslöcher stopfen möchte. So sieht keine moderne Familienpolitik aus. Fehlende Kinderbetreuung führt dazu, dass vor allem Mütter beruflich zurückstecken. Die Folgen: Fachkräftemangel, schlecht bezahlte Minijobs, niedrige Renten, Altersarmut. Das kann nur durch mehr Kitaplätze und eine gerechtere Arbeitsteilung zwischen Männer und Frauen verhindert werden. Immer mehr Väter auch in meiner Kommune/ Kreis wollen weniger arbeiten, sie wollen mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen, so Gleichstellungsbeauftragte Birgit Ehring-Timm. 

Unterstützung für diese Forderung von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig:

„Es gibt mittlerweile viele Männer die als Väter sagen: Auch ich will Zeit mit meiner Familie verbringen, ich will nicht nur zum Gutenachtkuss zuhause sein. Ich möchte auch in Teilzeit gehen, Elternzeit nehmen.  Oft werden dafür Männer dafür noch schräg angeschaut. Deswegen sollten wir diese modernen Väter unterstützen. Wenn die Zeit für Familienaufgaben fairer verteilt ist, dann wird auch endlich die Arbeitszeit fairer verteilt. Dann kommen die Frauen aus der Mini-Teilzeitfalle und haben berufliche Perspektiven und bessere Einkommenschancen.“

Nur wenige Arbeitgeber auch in unserer Kommune /Kreis haben bisher auf die Forderung von Vätern einer besseren Vereinbarkeit reagiert und sehen immer noch lieber die Frauen in Eltern- und Teilzeit. Deshalb braucht es neue geschlechtergerechte Arbeitszeitmodelle, wie z.B. das der Familienzeit (30 Stunden pro Woche), das Bundesministerin Schwesig vorgeschlagen hat.

Dem schließen wir uns an: Wir brauchen ein Gesetz zur Familienarbeitszeit und den Ausbau der Kitaplätze auch in unserer Region mit den freiwerdenden Mittel aus dem Betreuungsgeld.


Gleichstellungspolitik 3.0 = Verantwortung der Politik

Die Politik hat es immer noch nicht geschafft, Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes einzulösen „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“. Aber bei uns verdienen Frauen immer noch weniger als Männer. Frauen fehlen in Führungsetagen, im Kommunalparlamenten/Stadtrat und auf Bürgermeistersesseln. Mütter haben schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als Väter. 

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9 % der Alleinerziehenden und ihre Kinder sind von Armut bedroht.  

Die Politik muss endlich für Geschlechtergerechtigkeit und eine gute Zukunft von Frauen und Männern sorgen.

Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte brauchen mehr

Sie sollen die ganze Palette der gesamtgesellschaftlich wichtigen gleichstellungspolitischen Themen abdecken, dabei fachlich immer auf dem neuesten Stand sein und nachhaltig dafür sorgen, dass Gleichberechtigung vor Ort umgesetzt wird. Das Profil der Arbeit einer Gleichstellungsbeauftragten entspricht dem einer Managerin und damit einer Führungsposition!  

Doch die Eingruppierung und damit die Bezahlung sind vergleichsweise schlecht. Meist haben sie kein Personal und ein nur geringes Budget. Geld für Fortbildungen oder Dienstreisen ist knapp. Aber! Mit ihrer Arbeit fördern sie eine gleichberechtigte Gesellschaft. Dadurch erhöht sich auch der wirtschaftliche Erfolg für Alle!

Dazu Manuela Schwesig:

„Ich ärgere mich oft, dass die Arbeit die vor Ort die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten machen, gar nicht so wertgeschätzt wird, wie es eigentlich sein müsste. Ob eine Frau gute berufliche Chancen hat, ob die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer gut geht, ob genug Frauenhäuser und Beratungsangebote da sind, das entscheidet sich vor Ort. Und wenn wir nicht diese taffen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten hätten, dann hätten wir viel weniger und eigentlich bräuchten wir sogar noch mehr und das ist natürlich meine Aufgabe diese Arbeit zu unterstützen.“

Die Gleichstellungsbeauftragen Frauke Jelden und Birgit Ehring-Timm wünschen sich: Die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Ausstattung in den Kommunen/Kreisen müssen für die kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbüros verbessert werden! 

 

Frauke Jelden

Landkreis Aurich

Gleichstellungsbeauftragte

Fischteichweg 7- 13

26603 Aurich

Tel.: 04941 / 16-1660

Fax: 04941 / 16-1669

Mail: frauke.jelden@landkreis-aurich.de

 

Birgit Ehring-Timm

Stadt Aurich (Ostfriesland)

Gleichstellungsbeauftragte

Bgm.-Hippen-Platz 1
26603 Aurich

Tel.: 0 49 41 - 12 19 00
Fax: 0 49 41 - 12  55 19 00
Mail: ehring-timm@stadt.aurich.de


 

 

 

 

 

Die Teilnehmerinnen der 23. Bundeskonferenz mit Ministerin Manuela Schwesig

Informationen zur Brustgesundheit

Frauen sind heute auf vielfältige Arten gefordert für ihre Gesundheit zu sorgen. Die Brust steht dabei oft im Mittelpunkt, sie steht für jugendliche Schönheit und Weiblichkeit. Gleichzeitig besteht eine weit verbreitete Angst vor Brustkrebs. Durch die Medien haben wir erfahren, dass Angela Joli sich vorsorglich ihre Brüste abnehmen ließ, um eine Krebserkrankung zu vermeiden. Viele Frauen sind verunsichert. Sie sind im Familien- und Freundeskreis mit Brustkrebsdiagnosen konfrontiert und jede Frau muss sich immer mal wieder mit der Frage auseinandersetzen, welches die richtige Vorsorge für sie ist. Oft schwanken Frauen zwischen der Angst vor einer Brustkrebsdiagnose, der Ablehnung gegenüber belastenden Untersuchungen und dem Anspruch alle Erwartungen erfüllen zu wollen, um nicht nachlässig mit der eigenen Gesundheit umzugehen.

Die Präventionsmöglichkeiten sind vielfältig und jede Frau steht vor der Herausforderung, eine eigenverantwortliche und selbstbestimmte Gesundheitsstrategie zu entwickeln, die sich an ihrer individuellen aktuellen Situation und Möglichkeiten orientiert. Dazu gibt es vielfältige Informationsangebote, die auch in gedruckter Form im Rathaus ausliegen oder über die Gleichstellungsbeauftragte zu beziehen sind.

 

 

Offener Brief des Arbeitskreises Frauengesundheit

Der Arbeitskreis Frauengesundheit hat anlässlich des Internationalen Frauentages 2015 einen offenen Brief an die Kooperationsgemeinschaft Mammographie, die Referenzzentren für das Mammographie-Screening, die Fachgesellschaften: Arbeitsgemeinschaft gynäkologische Radiologie (AGR), Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), Deutsche Gesellschaft für Senologie (DGS), den Berufsverband der Frauenärzte, den GKV-Spitzenverband und verantwortliche Behörden zum Thema "Mammographie-Screening" veröffentlicht. Diesen können Sie hier nachlesen:

-> Offener Brief des Arbeitskreises Frauengesundheit

Internationaler Frauentag

Am 8. März 2016 ist Internationaler Frauentag. Bereits seit 1912 gehen Frauen weltweit am 8. März für Gleichberechtigung auf die Straße. 

Frauen fordern:

- Eigenständige soziale Sicherung für Frauen

- Geschlechtergerechte Bezahlung

- Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer

- Erwerbs- und Sorgearbeit neu verteilen

- Familiengerechte Arbeitszeiten

- Gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Hausarbeit und Kindererziehung

- Kinderbetreuung in allen Altersgruppen

- 50 % der Führungspositionen und Positionen in der Politik für Frauen

- Gewaltfreies, gleichberechtigtes Zusammenleben von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen aller Kulturen

Die Pressemitteilung der Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros in Niedersachsen zum Internationalen Frauentag 2016 können Sie hier nachlesen!

In der Stadt Aurich finden am 8. März 2016 zwei Veranstaltungen zum Internationen Frauentag statt:

Um 11.00 Uhr verteilen die Auricher Ratsfrauen Rosen auf dem Marktplatz. Mehr erfahren
Um 19.30 Uhr findet im Historischen Museum ein Vortrag über die Frauenrechtlerin Helene Lange statt. Mehr erfahren

26. Auricher Frauenwochen

In der Zeit vom 23. Februar bis zum 19. März 2016 finden die 26. Auricher Frauenwochen statt. Es wird wieder ein vielseitiges Programm angeboten. 

Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das Thema "Gesundheit". Gesundheit ist ein Schlüssel zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft. Die Belastungen des Spannungsfeldes von Beruf und Familie zeigen ihre Auswirkungen durch die Zunahme an psychischen Störungen, insbesondere bei Frauen, die die Hauptlast dieser Verantwortung tragen. Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Rollenerwartungen wird den Fragen nachgegangen, was uns krank macht, was uns gesund hält, was die Rolle als Frau dazu beiträgt sowie welche Erwartungen und Anforderungen gesundheitsförderlich oder gesundheitsschädigend sind.

Während der Frauenwochen wird die Ausstellung zum Thema "Arbeit - Gesundheit - Genderstress?!" im Auricher Rathaus zu sehen sein. 

Die Veranstaltungen der diesjährigen Frauenwochen können Sie dem Programmheft entnehmen:

-> Programmheft Auricher Frauenwochen 2016 [PDF]

Weitere Informationen auch unter www.auricherfrauen.de
 

 

 

Auricher Frauenwochen

In der Zeit vom 24. Februar bis zum 22. März 2015 finden bereits zum 25. Mal die Auricher Frauenwochen statt. Die Arbeitsgemeinschaft Auricher Frauen hat ein buntes und vielseitiges Programm entwickelt. 

Während der Frauenwochen wird die Ausstellung "Vision 2027" im Auricher Rathaus zu sehen sein. Gleichzeitig werden aktuelle Themen präsentiert.  

Das Programm der 25. Auricher Frauenwochen können Sie hier nachlesen:

-> Programm 25. Auricher Frauenwochen

Weitere Informationen zu den Auricher Frauenwochen finden Sie auf www.auricherfrauen.de!

Frauen in die Kommunalpolitik

Frauen managen nicht nur ihr "kleines Familienunternehmen", sondern haben oft auch Interesse, sich in die Politik einzubringen. Doch wie können Beruf, Familie und politisches Engagement miteinander vereinbart werden? Und wie funktioniert die Kommunalpolitik eigentlich?

In der Fortbildung "Frauen in die Kommunalpolitik" werden fachkundige Dozentinnen ihre Erfahrungen und ihr Wissen über rechtliche Rahmenbedingungen, kommunalpolitische Aufgabenbereiche, Netzwerkarbeit und Projektentwicklung weitergeben.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer:

Flyer Fortbildung Frauen in die Kommunalpolitik [PDF]

 

 

24. Auricher Frauenwochen

Vom 04. bis zum 30. März 2014 finden die 24. Auricher Frauenwochen statt: Die Arbeitsgemeinschaft Auricher Frauen hat ein vielseitiges Programm mit 40 Veranstaltungen entwickelt.


"Frauen- und Männerbilder in der Werbung" - so lautet das Thema der diesjährigen Ausstellung im Rathaus, die während der Frauenwochen zu sehen ist.


Mit den Rollenbildern befassen sich auch einige Veranstaltungen, wie z. B. die Musikrevue "Schlank sein wie ein Mannequin" mit Anna Haentjens, die am 15.03.2014 um 19.30 Uhr in der Stadthalle Aurich auftritt.

 

 

 

 

 

Internationaler Frauentag

In jedem Jahr feiern wir weltweit am 8. März den Internationalen Frauentag. Der Ursprung geht zurück auf das Jahr 1912. Damals wurden folgende Forderungen gestellt:

 

  • Die Möglichkeit, mit Kindern zu leben und berufstätig zu sein
  • Familiengerechte Arbeitszeiten
  • Befriedigung kultureller Bedürfnisse
  • Menschenwürdige Wohn- und Lebensumwelt
  • Gleichberechtigte Teilhabe von Männern an Hausarbeit und Kindererziehung
  • Humane Politikformen
  • Toleranz
  • Frieden

Heute sind insbesondere die Themen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf immer noch hochaktuell. Am 08.03.2014 werden Auricher Ratsfrauen um 9.00 Uhr wieder Rosen auf dem Marktplatz verteilen. Die Rosen stehen als Symbol dafür, dass die Forderungen von 1912 noch nicht erfüllt sind und wir uns in dieser Tradition weiter dafür einsetzen.


"Mädchen- und Frauenhandel in Deutschland" ist das Thema des 32. Ökologischen Frauenfrühstücks, das am 08.03.2014 um 10.30 Uhr im Europahaus stattfindet. Frau Özlem Dünder-Özdegan, Juristin von Kobra (Zentrale Koordinierungs- und Beratungsstelle für Opfer von Menschenhandel), wird einen Vortrag halten, in dem sie das steigende Ausmaß von Menschenhandel / Frauenhandel verdeutlicht.

 

Zukunftstag

Der Start ins Berufsleben beginnt mit der Berufsorientierung. Diese findet bereits während der Schulzeit statt. Damit Mädchen und Jungen sich bei der Berufswahl nicht an Rollensterreotypen orientieren, sondern sich auch für Bereiche öffnen, in denen das eigene Geschlecht bisher wenig vertreten ist, findet in jedem Jahr ein Zukunftstag statt.


In diesem Jahr findet der Zukunftstag am 27. März 2014 - während der Auricher Frauenwochen - statt. Daher bieten wir eine Informationsveranstaltung im Rathaus an: MINT ? Mathematik ? Informatik ? Naturwissenschaft und Technik -Berufe mit Zukunft ? ... und auch für Mädchen!