Aktuelles

Pressemitteilung der „Arbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungsbeauftragter im Landkreis Aurich“

Gleichstellung im Landschaftskollegium

In diesem Jahr haben wir in Deutschland zwei wichtige Ereignisse für die Demokratie gefeiert. Seit 100 Jahren dürfen Frauen wählen und gewählt werden und im Mai diesen Jahres konnten wir das Jubiläum "70 Jahre Grundgesetz" feiern, insbesondere den Artikel 3, der die Gleichberechtigung von Frau und Mann festschreibt. Beide Ereignisse sind sowohl Meilensteine für die Demokratie, wie auch für die Gleichstellung von Frauen.

Aber wie sieht es mit der Vertretung von Frauen und Männern in den Parlamenten aus? Obwohl in der Bundesrepublik mehr Frauen als Männer leben, gehören dem Deutschen Bundestag gerade einmal rund 30 % Frauen an, im Niedersächsischen Landtag liegen wir bei 27,3 % und nur ein knappes Viertel der Abgeordneten im Kreistag des Landkreises Aurich sind weiblich. So verwundert es nicht, dass der Frauenanteil in der Landschaftsversammlung nur 26,5 % beträgt. Alleine diese Tatsache sollte schon aufschrecken, doch dass es in der langen Geschichte der Ostfriesischen Landschaft mit Ingrid Buck überhaupt erst eine Frau in der Position der Landschaftsrätin gegeben hat, ist nicht länger hinzunehmen. Lange gab es keine Bemühungen, Frauen verstärkt in die leitenden Gremien der Ostfriesischen Landschaft aufrücken zu lassen. Mit dem Antrag von Christine Schmidt an die Landschaftsversammlung haben es die Verantwortlichen jetzt in der Hand, Frauen eine echte Chance zu geben, in das Kollegium gewählt zu werden.

Künftig sollte es für die Fraktionen, die einen Personalvorschlag einbringen, verpflichtend sein, jeweils einen Mann und eine Frau zu benennen. Die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Aurich, dem die nachstehend genannten Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen angehören, unterstützt die Forderung von Christine Schmidt ausdrücklich und hofft, dass auch bei der Ostfriesischen Landschaft die Gleichstellung der Geschlechter selbstverständlich wird und dieses sich auch künftig im Landschaftskollegium abbildet.

"Arbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungsbeauftragter im Landkreis Aurich" unterzeichnet von:

Birgit Ehring-Timm, Stadt Aurich

Darinka Herrmann, Landkreis Aurich

Gerda Janssen, Gemeinde Ihlow

Frauke Jelden, Landkreis Aurich

Hannelore Jürgler, Gemeinde Krummhörn

Elke Kirsten, Stadt Norden

Hannelore Poppinga-Hanssen, Gemeinde Großheide

Anita Schmidt, Gemeinde Hinte

Annette Strecker, Stadt Norderney

Anja Wessels-Hoppen, Gemeinde Dornum

Hinrike Wienekamp, Gemeinde Südbrookmerland

Frauen in die Kommunalpolitik!

Ab dem Herbst 2019 erhalten Frauen aus dem Landkreis Aurich und der Stadt Emden die Möglichkeit, ihr Wissen über die Kommunalpolitik zu vertiefen. Im Oktober 2019 startet die Fortbildungsreihe „Frauen in die Kommunalpolitik“, eine Kooperation der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Aurich, der Städte Emden, Aurich und Norden sowie der Volkshochschulen Aurich, Emden und Norden. In sechs Modulen werden den Teilnehmerinnen Inhalte zu den Grundlagen des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes, Haushalt und Finanzen, aber auch zu Kommunikation und Rhetorik sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit vermittelt. Erstmalig werden Einheiten zu den Sozialen Medien und Stressmanagement angeboten.

Ziel des Projektes ist es, mehr Frauen für politische Tätigkeiten in der Kommune zu gewinnen. Der Frauenanteil in den Stadt- und Gemeinderäten sowie dem Kreistag liegt immer noch deutlich unter dem der Männer. Die niedersächsischen Kommunalparlamente sind im Durchschnitt zu 76 % männlich besetzt. Auch im Landkreis Aurich und der Stadt Emden liegt der Frauenanteil bei nur knapp 24 %. Gleichzeitig sind viele Frauen gesellschaftspolitisch aktiv und lernen durch diese Fortbildung, ihre Einflussmöglichkeiten vor Ort zu stärken. 

Am 25. September 2019 sind interessierte Frauen herzlich zu einer Auftaktveranstaltung in die KVHS Aurich eingeladen. Ab 19.00 Uhr berichten Politikerinnen aus unserer Region, was sie bewogen hat, sich politisch zu engagieren und was für sie in Bezug auf die politische Arbeit wichtig und hilfreich ist. Die Podiumsdiskussion mit einem anschließenden „Speeddating“ versprechen spannende Einblicke für die Teilnehmerinnen. An diesem Abend erhalten interessierte Frauen auch einen Einblick in die verschiedenen Fortbildungsmodule.

Näheres können Sie dem Informationsflyer entnehmen:

-> Flyer zur Fortbildungsreihe „Frauen in die Kommunalpolitik“ [PDF]

Auricher Frauenwochen 2019

Die Initiatorinnen der Auricher Frauenwochen präsentieren das aktuelle Programm

In der Zeit vom 26. Februar bis zum 23. März 2019 präsentiert die Arbeitsgemeinschaft Auricher Frauen wieder ein umfangreiches Programm anlässlich der Auricher Frauenwochen.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Frauenwochen steht das Thema "FRAUEN MACHT EUROPA". Es hat viele Facetten, über die man diskutieren kann. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung am 26. Februar 2019 wird ein Quiz zum Mitmachen angeboten, welches sich mit unterschiedlichen Fragen zu den Themen Frauen, Macht, Einflussnahme, Öffentlichkeit, Verteilung von Aufgaben, Bildung, Erwerbstätigkeit und Gesundheit in europäischen Ländern befasst.

Freuen Sie sich auf zahlreiche weitere Veranstaltungen wie z. B. Kochen für junge Frauen, Töpfern, Wasser und Wellness für Frauen, Erzählcafé, Ökologisches Frauenfrühstück und viele mehr. Werfen Sie einen Blick ins Programmheft und entdecken Sie die vielfältigen Angebote:

-> Programmheft Auricher Frauenwochen 2019 [PDF]

Das komplette Programmheft mit über 30 Veranstaltungen erhalten Sie im Rathaus sowie in vielen Auricher Institutionen und Geschäften. Informationen zum Programm sind auch unter www.auricherfrauen.de zu finden.

Kinderferienbetreuung

Für berufstätige Eltern stellt die Betreuung der Kinder in den Ferien oft eine große Herausforderung dar. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist gerade in den Schulferien nicht einfach, insbesondere wenn keine Großeltern oder sonstige Familienangehörige für die Betreuung zur Verfügung stehen.

Die familienfreundliche Stadt Aurich bietet in den Oster-, Sommer- und Herbstferien eine Betreuung von Schulkindern im Alter von 6 bis 12 Jahren an. Ein Zeichen für die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird damit gesetzt: Eltern haben eine langfristige Planungssicherheit für ihre Urlaubsgestaltung und die Betreuung ihrer Kinder.

Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier!

 

 

Lebendiger Frauenkalender 2019

Die Initiatorinnen präsentieren den Lebendigen Frauenkalender

Das Erfolgsmodell des "Lebendigen Frauenkalenders" wird auch im nächsten Jahr fortgesetzt. Vor einem Jahr präsentierte der "Runde Tisch FrauenLeben in Ostfriesland" die Erstausgabe mit 12 Veranstaltungen in der Region. Jeden Monat wurde das Wirken einer historisch bedeutsamen Frau auf der Ostfriesischen Halbinsel vorgestellt. Aufgrund des Erfolges gibt es nun eine Neuauflage mit einem erweiterten Konzept. So soll es nicht nur um historische Persönlichkeiten gehen, sondern es werden auch Themen aufgegriffen, die einen Bezug zur Gegenwart herstellen und Perspektiven für die Zukunft aufzeigen. 

Ein Beispiel dafür ist die Begleitung von Frauen während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett durch Hebammen. Dieses Thema ist derzeit brandaktuell. Breite Aktionsbündnisse fordern eine bessere Versorgung rund um die Geburt. Im Februar wird die Veranstaltung im Rahmen des "Lebendigen Frauenkalenders" in Norden in einem Rückblick auf die letzten 50 Jahre verdeutlichen, wie sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändert haben und welche Folgen dies für die Frauen hat. Doch der Blick zurück reicht nicht aus, gleichzeitig müssen wir nach vorne schauen und Strategien entwickeln, um auch in der Zukunft eine angemessene Begleitung in der sensiblen Phase der Familienerweiterung zu gewährleisten. 

Auch beim Thema Frauenwahlrecht ist eine strategische Entwicklung für die Zukunft erforderlich, wie nicht nur die gemeinsame Abschlussveranstaltung der Organisatorinnen im Jahr 2019 zeigen wird. Das Wahlrecht wurde von engagierten Frauen erstritten, doch auch heute ist die Beteiligung von Frauen in der Politik noch nicht angemessen erreicht. Wo und wie nehmen Frauen Einfluss und welche Weichen sind zu stellen? Es ist somit noch ein Weg vom Wahlrecht zu Beteiligungskultur und alle Frauen sind aufgerufen, ihn gemeinsam zu beschreiten. 

Diese Beispiele verdeutlichen den Ansatz des "Runden Tisches FrauenLeben in Ostfriesland": Aktuelle Themen werden aufgegriffen, historisch, kulturell, wissenschaftlich, didaktisch und touristisch aufbereitet und aus gleichstellungspolitischer Perspektive der Öffentlichkeit präsentiert. Dieses Ziel wird mit dem Kalender praktisch umgesetzt, der in einer Auflage von 15.000 Exemplaren in Ostfriesland sowie dem angrenzenden Friesland, Wilhelmshaven und Ammerland kostenlos verteilt wird. 

Der Frauenkalender zeigt den Überblick über 12 Veranstaltungen 2019. Er liegt in vielen öffentlichen Einrichtungen, Volkshochschulen, Touristikbüros und der Ostfriesischen Landschaft aus.

Informieren können sich Interessierte auch im Internet unter: www.emden.de/frauenlebeninostfriesland oder http://teetied-ostfriesland.de/allgemein/frauenleben-in-ostfriesland/.

Der "Lebendige Frauenkalender" steht auch hier zum Download bereit: 

-> Lebendiger Frauenkalender 2019 [PDF]


Übrigens: Männer sind zu den Veranstaltungen ausdrücklich erwünscht. 

Für weitere Auskünfte steht die Lenkungsgruppe des "Runden Tisches FrauenLeben in Ostfriesland" gerne zur Verfügung. 

Birgit Ehring-Timm 
Gleichstellungsbeauftragte Stadt Aurich 
Bgm.-Hippen-Platz 1 26603 Aurich
Tel.: 04941 / 12 - 19 00
E-Mail: ehring-timm@stadt.aurich.de 

Okka Fekken 
Gleichstellungsbeauftragte Stadt Emden
Frickensteinplatz 2 
26721 Emden 
Tel. 04921 / 87 - 12 99 
E-Mail: Fekken@emden.de 

Tomke Hamer 
Gleichstellungsbeauftragte Stadt Leer
Rathausstraße 1
26789 Leer
Tel.: 0491 / 97 82-315
E-Mail: tomke.hamer@leer.de 

Elke Kirsten 
Gleichstellungsbeauftragte Stadt Norden 
Am Markt 19 
26506 Norden 
Tel.: 04931 / 923 - 407 
elke.kirsten@norden.de

Studienort für Hebammen im Nordwesten gefordert

Der Lenkungskreis zur „Westersteder Erklärung“ forderte gestern in einem Pressegespräch die Einrichtung eines Hochschulstandortes im Nordwesten Niedersachsens.

Bei einem ersten Treffen Ende Mai in Westerstede hatten - aus der Region Oldenburg/Küste angereiste - Gleichstellungsbeauftragte, Hebammen, Chefärzte, eine Sozialdezernentin, ein Pflegedirektor und weiteres Gesundheitspersonal den Hebammenmangel in der Region Ostfriesland, Friesland und Oldenburg deutlich aufgezeigt. Für den Landkreis Leer, den Landkreis Friesland und die Stadt Oldenburg wurde die mangelnde Versorgung mit Hebammenhilfe sehr detailliert dargestellt. Auch andere Regionen verwiesen auf ihre Unterversorgung. Frauen finden keine Kurse, müssen sehr viele Hebammen anrufen, um eine Betreuung nach der Geburt zu finden, was nicht immer gelingt. Kliniken können freiwerdende Hebammenstellen kaum besetzen. Der Druck würde immer größer, weil keine Hebammen „auf dem Markt“ seien, sagt Oliver Bungenstock, Pflegedirektor des Emder Krankenhauses. Zudem gehen in den nächsten acht Jahren viele Hebammen in den Ruhestand, die derzeit einen Großteil der Arbeit leisten.

Auf diesem Treffen wurde mit der „Westersteder Erklärung“ einstimmig beschlossen: „…schnellstmöglich in der Region einen Studiengang Hebammenwesen einzurichten. Der drängende Bedarf an Hebammen im gesamten nordwestlichen Niedersachsen soll, durch einen mit 40-60 Plätzen pro Jahr ausgestatteten dualen Studiengang, für die Zukunft abgesichert werden…“

Es wurde ein Lenkungskreis eingerichtet. Dieser erläuterte im gestrigen Pressegespräch die aktuelle Situation und die weitere Vorgehensweise. Ein zentraler Aspekt eines dualen Studiums der Hebammenwissenschaft hier im Nordwesten wird darin gesehen, die Praxisanteile durch Kooperationen in der gesamten Region zu streuen. So würden insbesondere auch die ländlichen Strukturen profitieren. Für die Theorie brauche es einen gut erreichbaren Studienort, mit Nähe zur Medizin und Versorgungsforschung, mit möglichst internationaler Vernetzung.

In der ländlichen Region fehlen Hebammen und viele, die anderswo ihre Ausbildung absolvieren, kommen nicht zurück. Birgit Ehring-Timm, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Aurich, bemängelte die fehlenden Kapazitäten der freiberuflichen Hebammen, wodurch Frauen in der Schwangerschaft und im Wochenbett ohne Betreuung blieben. Dagmar Sachse, Sozialdezernentin aus Oldenburg, wies auf die Hebammenzentrale hin, die zwar in Oldenburg seit mehreren Jahren die Bedarfe koordiniert, den Mangel aber zukünftig nicht komplett auffangen könne. Auch die ärztlichen Leitungen der geburtshilflichen Abteilungen sähen den Bedarf an gut qualifizierten Hebammen, damit auch in Zukunft die Stellen in den Kreißsälen besetzt werden können, verdeutlichte Dr. Thomas Möller, leitender Oberarzt der Ubbo-Emmius-Klinik Aurich. Die Leitung der einzigen Hebammenschule in der Region, Astrid Kruid, äußerte, dass derzeit nur alle drei Jahre 15 Hebammen in Oldenburg ausgebildet werden. 

Deutschland ist in Europa das Schlusslicht bei der Umsetzung der EU-Richtlinien zur Angleichung der Bildungsabschlüsse. Nun muss hier bis Januar 2020 eine Richtlinie umgesetzt sein, die zwölf Jahre Schulbildung zur Eingangsvoraussetzung in die Hebammenausbildung macht und die Vermittlung genauer wissenschaftlicher Kenntnisse vorschreibt. Der Hebammenverband Niedersachsen fordert seit Langem eine rasche Umsetzung der EU-Vorgaben und die Einrichtung von Studienstandorten. Durch die Ausbildung in der Region bestehe die berechtigte Hoffnung, dass genügend Fachkräfte auch blieben.

Die „Westersteder Erklärung“ soll nun aufzeigen, wie groß der Druck in der Region ist und dass hier gemeinsam Lösungen gesucht werden. Viele Entscheidungsträger sollen nun im Weiteren zur Unterzeichnung eingeladen werden. Die Landesregierung wird zum Handeln aufgefordert.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Hebammenverbands: www.hebammen-niedersachsen.de.

Lenkungskreis Hebammenstudium im Nordwesten V. Bujny

-> Westersteder Erklärung zum Aufbau eines Studienstandorts Hebammenwissenschaft im Nordwesten Niedersachsens  [PDF]

 

 

Nationales Gesundheitsziel "Gesundheit rund um die Geburt"

  • Sie sind schwanger und finden keine Hebamme?
  • Sie haben viele Fragen und wissen nicht mit wem Sie sprechen können?
  • Sie benötigen Unterstützung, um die Familienphase neu zu organisieren?

 

Dann geht es Ihnen so, wie vielen anderen schwangeren Frauen auch. Der neue Lebensabschnitt will gut geplant sein und er hält so einige Überraschungen bereit.

Im Auricher Bündnis für Familien haben sich zwei Gruppen gegründet, die sich mit dem Thema "Gesundheit rund um die Geburt" beschäftigen. 

In einer Elterninitiative tauschen sich Schwangere und junge Eltern über ihre Bedürfnisse, Wünsche, Unsicherheiten und Fragen aus. Sie unterstützen sich gegenseitig und fordern die Politik auf, gesunde Rahmenbedingungen für Familien rund um die Geburt zu schaffen. Die Initiative begrüßt gerne neue Mitglieder bei ihren Treffen an jedem 1. Montag im Monat um 19.30 Uhr im Familienzentrum. Weitere Informationen hier!

Informationen zur bundesweiten Initiative "motherhood" erhalten Sie hier!

In einem "Runden Tisch" treffen sich in unregelmäßigen Abständen Berufsgruppen und die Elterninitiative, um sich über die Herausforderungen in den örtlichen Strukturen auszutauschen und gemeinsam Handlungsstrategien zur Verbesserung zu entwickeln. Interessierte aus verschiedenen Berufen wie z.B. Hebammen, Familienhebammen, Frühe Hilfen, Beratungseinrichtungen, Gesundheitsamt, aber auch Eltern können an diesen Terminen teilnehmen. Hier werden aktuelle Entwicklungen und Handlungsbedarfe aufgezeigt. Hier finden Sie die Präsentation, die am 12. Februar 2018 diskutiert wurde. 

-> Präsentation "Gesundheitsziel Gesund rund um die Geburt" [PDF]

 

Aktionsbündnis fordert Landesaktionsplan „Gesundheit rund um die Geburt“ in Niedersachsen

      

Die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros Niedersachsen (lag) warnt: Die Versorgung von Schwangeren und jungen Familien rund um die Geburt ist im Flächenland Niedersachsen nicht gewährleistet. Gemeinsam mit dem Landeshebammenverband und dem Landesfrauenrat Niedersachsen (LFRN) haben wir ein Aktionsbündnis gegründet und fordern die Erstellung eines Landesaktionsplans „Gesundheit rund um die Geburt“ zur Umsetzung des nationalen Gesundheitsziels. Dazu soll eine landesweite Koordinierungsstelle eingerichtet werden, die durch einen Fachbeirat oder einen flankierenden Runden Tisch „Geburtshilfe“ unterstützt wird. Diese Forderung wird vom LFRN unterstützt, der über 60 Mitgliedsorganisationen mit 2,2 Millionen Frauen vertritt. 

Weitere Wohlfahrtsverbände und Institutionen wollen sich diesem Bündnis anschließen. Derzeit gibt es weder eine verlässliche Datenerhebung zur Versorgungssituation von Schwangeren und jungen Familien noch eine verbindliche Zielsetzung, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Es ist dringend erforderlich, dass alle Beteiligten gemeinsame Strategien entwickeln, um die aktuellen Probleme zu lösen. „Schwangere finden oft keine Hebammen mit freien Kapazitäten und den Geburtsort können sie sich schon gar nicht mehr aussuchen, weil es zu wenig Hebammen gibt, die Hausgeburten durchführen und auch Geburtshäuser stehen oft nicht zur Verfügung. Insbesondere in ländlichen Strukturen besteht ein großer Handlungsbedarf. Wir brauchen dringend vielschichtige kreative Lösungen.“, so Birgit Ehring-Timm vom Vorstand der lag. 

Veronika Bunjy, Landesvorsitzende des Hebammenverbandes, sieht zusätzlich große Probleme in der Nachwuchsgewinnung: „In den nächsten Jahren geht etwa jede 4. Hebamme in Niedersachsen in den Ruhestand. Gleichzeitig werden nicht genügend junge Frauen ausgebildet. Wir fordern die Landesregierung auf, die EU-Richtlinie umzusetzen, die eine Akademisierung der Hebammenausbildung vorsieht. Deutschland bildet mit Luxemburg, Estland und Lettland das Schlusslicht der EU. Alle anderen EU-Länder verfügen bereits über eine akademische Hebammenausbildung. Wir sind in Verzug und dürfen jetzt keine Zeit mehr verlieren!“ 

Es wird Zeit für einen Aktionsplan im Land Niedersachsen, der sich mit dem Thema Geburtshilfe beschäftigt und Lösungen anbietet, denn es ist kurz vor 12 Uhr.

Die Pressemitteilung der lag können Sie hier nachlesen:

-> Pressemitteilung zum Aktionsbündnis Landesaktionsplan „Gesundheit rund um die Geburt“ in Niedersachsen [PDF]

 

 

Runder Tisch "FrauenLeben in Ostfriesland"

Der Runde Tisch "FrauenLeben in Ostfriesland" wurde am 30.04.2014 in Aurich gegründet. Auf Initiative der kommunalen Gleichstellungsbeaufragten der Region besteht er aus der Lenkungsgruppe mit deren Gründerinnen sowie Fachberaterinnen aus der Region.

Der Kreis der Fachberaterinnen setzt sich zusammen aus Vertreterinnen des Historischen Museums Aurich, der Ostfriesischen Landschaft, der Hochschule Emden-Leer, GästeführerInnen der Städte Leer und Emden, dem Stadtarchiv Leer u. a.

Ausgangslage war die Beantragung und Ernennung von FrauenORTen durch den Niedersächsischen Landesfrauenrat. Aktuell gibt es fünf anerkannte FrauenORTE auf der Ostfriesischen Halbinsel:

20. März 2011Wilhelmine Siefkes, LeerMehr erfahren
16. März 2012Hermine Heusler-Edenhuizen, Pewsum-Krummhörn      Mehr erfahren
02. April 2014Recha Freier, NordenMehr erfahren
01. Oktober 2015      Antje Brons, EmdenMehr erfahren
20. Februar 2016Maria von JeverMehr erfahren 

Langfristiges Ziel des Runden Tisches ist es, das Thema Frauenleben in der Region wissenschaftlich, touristisch und didaktisch aufzubereiten, darzustellen und allgemein zugänglich zu machen. Radtouren, Stadtrundgänge, Gästeführerqualifikationen, Symposien etc. zu dem Thema sind oder werden dazu erarbeitet. 

Aktuell wurde zu "FrauenLeben in Ostfriesland" ein Logo erstellt, das auf die gemeinsame regionale Zusammenarbeit hinweist. 

*Kulturnetzwerk Ostfriesland: Ostfriesland besteht aus den Landkreisen Aurich, Leer, Wittmund sowie der Seehafenstadt Emden. Die touristische Marke „Ostfriesland“ umfasst die gesamte Ostfriesische Halbinsel vom Dollart bis zum Jadebusen zusätzlich mit den Landkreisen Ammerland, Friesland und der Jadestadt Wilhelmshaven. An dieser Stelle geht ein herzlicher Dank an die Kollegen der Oldenburgischen Landschaft, die das Projekt freundschaftlich unterstützen und begleiten.

 

Hilfsangebote für schwangere geflüchtete Frauen

Schwanger und Sie haben viele Fragen?
Hilfetelefon „Schwangere in Not“. Wir sind für Sie da – vertraulich.
Der Anruf ist kostenlos: 0800 - 40 40 020
www.schwanger-und-viele-fragen.de

Pregnant and you have a lot of questions?
Support hotline „Pregnant and in need“
We are there to help – in confidence.
This call is free of Charge:  0800 - 40 40 020
www.schwanger-und-viele-fragen.de

Trudni ste i imate mnoga pitanja?
Telefon za pomoc „Trudnica u nevolji“
Tu smo za Vas – poverljivo.
Poziv je besplatan:  0800 - 40 40 020
www.schwanger-und-viele-fragen.de

Vous êtes enceinte et vous avez de nombreuses questions?

Numéro d’assistance »Grossesse en détresse«
Nous sommes à vos côtés – en toute discrétion.
L’appell est gratuit: 0800 - 40 40 020
www.schwanger-und-viele-fragen.de