Gleichstellungsbeauftragte

Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Aurich

Anschrift:Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Aurich
Frau Birgit Ehring-Timm
Bgm.-Hippen-Platz 1
26603 Aurich
Telefon:04941/12-19 00
Telefax:04941/12-55 19 00
E-Mail:ehring-timm@stadt.aurich.de

"Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin."

 

Grundgesetz der BRD, Artikel 3

Ziele

In Niedersachsen regelt das Kommunalverfassungsgesetz in den Paragraphen 8 und 9 die Aufgaben der Gleichstellungebeauftragten. Folgende Ziele werden benannt:

  • Die Gleichstellungsbeauftragte soll dazu beitragen, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu verwirklichen.

 

  • Sie wirkt an allen Vorhaben, Entscheidungen, Programmen und Maßnahmen mit, die Auswirkungen auf die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Anerkennung der gleichwertigen Stellung von Frauen und Männern in der Gesellschaft haben.

 

  • Sie kann Maßnahmen zur  Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf anregen.

 

 

 

Beispiele

Die Verwirklichung von Gleichberechtigung ist somit eine Aufgabe mit Verfassungsrang, die gesetzlich geregelt ist. Dass Gleichstellung noch immer nicht erreicht ist, zeigen folgende Beispiele aus der alltäglichen Praxis einer kommunalen Gleichstellungsbeauftragten:  

 

  • Frauen übernehmen immer noch die Hauptverantwortung in der Kindererziehung. Dies führt zu Unterbrechungen im Berufsleben. Ein Wiedereinstieg in den Beruf hat so seine Tücken, insbesondere in der Anpassung der Qualifikation und in der Vereinbarkeit der privaten und beruflichen Anforderungen.
  • Oft arbeiten Frauen in Teilzeit. Dies führt zu einem geringen Einkommen und wirkt sich direkt auf die Rente aus, die dann meist nicht zum Lebensunterhalt ausreicht.
  • Junge Frauen haben bessere Schul- und Ausbildungsabschlüsse als junge Männer. In Führungspositionen sind Frauen jedoch noch immer selten zu finden. Wir sprechen davon, dass Frauen an die "gläserne Decke" stoßen. 
  • Die Pflege bedürftiger Familienangehöriger wird fast ausschließlich von Frauen übernommen.
  • Die unterschiedlichen Lebensbedingungen von Frauen und Männern sind ein Grund für die verschiedenen gesundheitlichen Belastungen. Z. B. hat jede vierte Frau in ihrem Leben körperliche Gewalt erlitten, jede sechste Frau hat sexuelle Gewalt erfahren. Dass dies nicht ohne gesundheitliche Einschränkungen bleibt, liegt auf der Hand. Auch die Mehrfachbelastungen durch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf führen zu spezifischen Gesundheitsschädigungen. 
  • Frauen leben länger und verfügen auch im Alter über weniger Geld als Männer: Die Altersarmut ist weiblich. 
  • In fast jeder 5. Familie lebt nur ein Elternteil. 90 % der alleinerziehenden Eltern sind Frauen. 
  • Jede dritte alleinerziehende Mutter hat ein Familieneinkommen von weniger als 1.100 Euro.