Modellprojekt Kooperativer Hort

Die Stadt Aurich wurde vom Niedersächsischen Kultusministerium als eine von vier Modellkommunen für das Projekt „Kooperativer Hort“ ausgewählt.

 

Was steckt hinter dem Projekt?

Die Niedersächsische Staatskanzlei möchte mit interessierten Kommunen im Rahmen einer informellen Bürgerbeteiligung ein neues Handlungsfeld entwickeln. Hierzu hat die sie mit dem Niedersächsichen Kultusministeriums das Modellprojekt "Kooperativer Hort" ins Leben gerufen. Über dieses Projekt sollen Konzepte für ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter erarbeitet werden. An den Modellstandorten sollen Kinder, Eltern, Lehrer/innen, Erzieher/innen, Grundschüler/innen, (ehemalige) Hortkinder und Bürger/innen zusammenarbeiten und Konzepte für ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter ausarbeiten. Die Ergebnisse sollen in das neue Niedersächsiche Kindertagesstättengesetz und das Niedersächsiche Schulgesetz einfließen.

Neben der Stadt Aurich nehmen die Städte Osterholz-Scharmbeck, Neustadt am Rübenberge und Salzgitter an dem Modellprojekt "Kooperativer Hort" teil. Das Projekt wird von der Beraterfirma Hammerbacher GmbH, Osnabrück, begleitet.

Bei den Grundschulen ist das Thema Ganztagsbetreuung schon lange kein Fremdwort mehr. Eine sinnvolle Betreuung der Kinder vor Ort nach Schulschluss soll künftig gewährleistet sein. Hier stellt sich die Frage, wie Schule und Hort zusammenarbeiten können. Dies gilt nicht nur für die Nachmittagsbetreuung, sondern auch für Ferienangebote.  

Die nächsten Schritte

Für die Stadt Aurich nimmt die Lambertischule mit dem "Lambertihort" des DRK an dem Modellprojekt teil. Die Lambertischule soll durch die Verzahnung mit dem Hort gestärkt werden. 

In mehreren Schritten soll das Projekt in Aurich entstehen. Im Rahmen von Workshops mit Schul- bzw. Hortkindern, "jungen Experten" (ehemalige Schüler/innen der Lambertischule bzw. des Hortes), mit Elternvertretern und Pädagogen der beteiligten Einrichtungen wurden Vorschläge für eine enge inhaltliche und organisatorische Zusammenarbeit von Schule und Hort erarbeitet. Die Ergebnisse wurden der Öffentlichkeit im Rahmen von 2 Präsentationen inzwischen vorgestellt. 

Große Schnittmengen in z. T. unterschiedlicher Ausprägung sind bei den Workshops der einzelnen Gruppen in mehreren Punkten erkennbar. Diese liegen z. B. im pädagogischen Konzept (wie Schulform, Rhytmisierung des Unterrichts, Hausaufgaben, soziale/emotionale Aspekte, Lernformen, aber auch Schulverpflegung), Einbindung des Hortes in die Schule sowie Räume und Freiflächen in und an der Schule. Diese Teilergebnisse werden im Rahmen einer Arbeitskonferenz mit allen Beteiligten erörtert und in ein Gesamtkonzept zusammengeführt. Das Auricher Gesamtkonzept wird, neben den Konzepten der anderen am Modellprojekt beteiligten Gruppen, im Frühjahr 2016 dem Niedersächsischen Kultusministerium und der Niedersächsischen Staatskanzlei vorgestellt.

Ergebnisse der Präsentationen