Nds. Hundegesetz

Die Neufassung des Nds. Gesetzes zum Halten von Hunden (NHundG) ist zum 01.07.2011 in Kraft getreten.

Für den Sachkundenachweis (§ 3 NHundG) und die Anmeldung im Zentralen Register (§ 6 NHundG) galt bis zum 30.06.2013 eine Übergangsregelung. Folgende Neuerungen ergeben sich daraus für die Hundehalter: 

Zentrales Register

Jede Hundehalterin und jeder Hundehalter muss ihren/seinen Hund beim Zentralen Register anmelden. Mit dem landesweiten Register soll der Hundehalter zügig ermittelt werden können - etwa bei einem Beißvorfall, wenn die Halterfrage vor Ort nicht anders geklärt werden kann.

Das Register wird durch die GovConnect GmbH (vormals: Kommunale Systemhaus Niedersachen GmbH) im Auftrag des Landes Niedersachsen durchgeführt. Für die Anmeldung eines Hundes wird eine einmalige Gebühr in Höhe von 14,50 Euro (zuz. MwSt.) für eine Online-Registrierung erhoben. Eine telefonische bzw. schriftliche Anmeldung (auch E-Mail) kostet 23,50 Euro (zuz. MwSt.).

Die Registrierung ist unter http://www.hunderegister-nds.de oder telefonisch unter 0441 / 39010400 möglich. 

Nachweis der Sachkunde

Seit dem 1. Juli 2013 müssen Hundehalter ihre Sachkunde nachweisen.

Ausschließlich Hundehalter, die sich nach dem 1. Juli 2011 erstmals einen Hund angeschafft haben und laut Gesetz nicht anderweitig als sachkundig gelten, müssen den Nachweis der Sachkunde über eine theoretische und praktische Prüfung erbringen.

Der Nachweis der Sachkunde besteht aus einer theoretischen und einer praktischen Prüfung. Beide Prüfungen werden jeweils ab 40 Euro kosten, über die genauen Beträge entscheiden die jeweiligen Prüfer.

Der Sachkundenachweis kann direkt erworben werden, ein Vorbereitungskursus dazu ist nicht obligatorisch. Es muss jedoch gewährleistet sein, dass die Prüfungen von einem anerkannten Prüfer abgenommen werden.

Die Prüfungsbausteine für den Sachkundenachweis werden landesweit einheitlich sein. Im Verlauf der Prüfung soll unter anderem nachgewiesen werden, dass der Halter den Hund einschätzen kann, gefährliche Situationen erkennt und in der Lage ist, etwaigen Gefahren vorzubeugen. Der Halter muss den Hund so kontrollieren, dass keine Risiken für andere Menschen und keine Belästigungen entstehen.

Was muss bei der Haltung von Hunden weiter beachtet werden?

Hundehaftpflicht (§ 5 NHundG):

Für jeden Hund, der älter als 6 Monate ist, ist seit dem 01.07.2011 eine Haftpflichtversicherung mit einer Mindestversicherungssumme von 500.000,00 Euro für Personen- und 250.000,00 Euro für Sachschäden abzuschließen. Eine solche Versicherung ist bei einem Versicherungsunternehmen abzuschließen.

Der Stadt Aurich obliegt die Überwachung der Einhaltung dieser Vorgabe. Die Vorlage des Nachweises über den Abschluss der Versicherung kann z. B. bei der Anmeldung eines Hundes gefordert werden.

Chip-Pflicht (§ 4 NHundG):

Weiterhin müssen Hunde, die älter als 6 Monate sind, mit einem Identifikationschip versehen werden. Die Identifikationschips werden von Tierärzten implantiert. Auf dem Chip sind dabei die Daten über Hund und Halter festgehalten.

Der Chip ersetzt nicht die Hundemarke, denn mit der Marke wird der Nachweis geführt, dass für den betreffenden Hund die Hundesteuer bezahlt wurde.

Informationen

Falls Sie weitere Fragen haben sollten, können sie sich gerne an das Sachgebiet Ordnungswesen der Stadt Aurich, Frau Janssen, unter der Rufnummer 04941 / 12-3217 wenden.

Weitere Informationen finden Sie hier: 

 

Hier finden Sie das Anmeldeformular der Stadt Aurich zur Hundesteuer: