Archiv

Eröffnung der Auricher Frauenwochen

100 Jahre Frauenwahlrecht und starke Frauen in Aurich stehen im Mittelpunkt der Eröffnungsveranstaltung der 28. Auricher Frauenwochen am Dienstag, den 20. Februar 2018 um 17.00 Uhr im Auricher Rathaus durch Bürgermeister Heinz-Werner Windhorst. Eingeladen sind alle, die engagierte Frauen in Aurich kennenlernen möchten, sich für ein geschlechtergerechtes Aurich interessieren oder ihre eigenen Ideen einbringen möchten.

„In der gemeinsamen Auftaktveranstaltung mit der Arbeitsgemeinschaft Auricher Frauen und den Ratsfrauen werden wir zeigen, dass es sehr viele starke Frauen in Aurich gibt. Gleichzeitig möchten wir über die aktuellen Herausforderungen sprechen und unsere Unterstützungsnetzwerke aufzeigen“, so Birgit Ehring-Timm, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Aurich. Mutige Frauen haben das Frauenwahlrecht erstritten, das für uns heute selbstverständlich ist. Außerdem haben Frauen dafür gekämpft, dass im Artikel 3 des Grundgesetzes steht „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“

Die Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ kann während der Frauenwochen in der Zeit vom 20. Februar bis zum 17. März 2018 im Auricher Rathaus besichtigt werden. Dort sind auch die vielfältigen Angebote der Arbeitsgemeinschaft Auricher Frauen zu sehen. Weitere Informationen sind im Internet unter www.auricherfrauen.de abrufbar.

 

 

 

Initiative für einen neuen Feiertag in Niedersachsen

Die Niedersächsische Landesregierung möchte im ersten Halbjahr 2018 die Entscheidung darüber treffen, ob Niedersachsen einen zusätzlichen Feiertag erhält. Die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros Niedersachsen (lag) begrüßt die Initiative des Zentrums für Frauengeschichte in Oldenburg, den 8. März als Feiertag zu wählen und wirbt für ein breites Bündnis von Unterstützerinnen und Unterstützern.

Gleichstellung braucht starke Netzwerke! Seien Sie dabei machen Sie mit! Machen auch Sie sich stark für ein fortschrittliches, geschlechtergerechtes Niedersachsen. Aktivieren Sie auch Ihre Netzwerke und unterstützen Sie diese Initiative!

Die Pressemitteilung der Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros Niedersachsen (lag) zu der aktuellen Debatte um einen zusätzlichen Feiertag in Niedersachsen können Sie hier nachlesen:

-> Zur Pressemitteilung

 

 

 

 

 

Zwölf bedeutende Persönlichkeiten – ein „Lebendiger Frauenkalender“

 

„Modellregion FrauenLeben in Ostfriesland“ wirbt für kulturtouristische Veranstaltungen 2018 

AURICH – Die Badefrau Altje Gerrels Dorenbusch aus Norderney, die Heimatschriftstellerin Marie Ulfers aus Carolinensiel, die friesische Häuptlingstochter Maria von Jever und die Pastorenfrau Menna Steen aus Weener – das sind vier von zwölf Frauen der ostfriesischen Halbinsel, deren Kurzbiografien jetzt in einem „Lebendigen Frauenkalender“ erschienen sind. Herausgegeben hat diesen Kalender die „Modellregion FrauenLeben in Ostfriesland“. Am Donnerstag präsentierten die am Netzwerk beteiligten Frauen ihr kulturtouristisch ausgerichtetes Produkt im Familienzentrum Aurich.

Die Überlegungen zu dieser ungewöhnlichen Publikation seien bei den regelmäßigen Treffen gewachsen, berichteten Birgit Ehring-Timm, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Aurich, und Ideengeberin Katrin Rodrian von der Ostfriesischen Landschaft. Ziel der Modellregion „FrauenLeben in Ostfriesland“ sei es, das Thema in der Region kulturell, wissenschaftlich, didaktisch und touristisch einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Mit dem Kalender, der in einer Auflage von 15.000 Exemplaren in Ostfriesland sowie dem angrenzenden Friesland und Ammerland verteilt wird, werde dieses Ziel praktisch umgesetzt. Neben den informativen Kurzbiografien der zwölf Frauen informiert der übersichtlich gestaltete Falt-Kalender über zahlreiche Veranstaltungen des kommenden Jahres, weshalb von einem „lebendigen“ Frauenkalender gesprochen werden könne. Die Formate seien ebenso vielfältig wie kreativ und für jede vorgestellte Persönlichkeit angemessen, erläuterten Okka Fekken (Emden) und Elke Kirsten (Norden) das Prinzip. Jeden Monat steht eine Frau mit ihrer Lebensgeschichte im Mittelpunkt. Darüber hinaus informiert der Kalender über eine Fülle von Veranstaltungen und enthält diverse Kontakt-Adressen.

Für die Erstausgabe des Frauenkalenders wurden folgende Persönlichkeiten ausgewählt: Dr. Hermine Heusler-Edenhuizen (*16.03.1872, Pewsum  † 6.11.1955, Berlin), Maria von Jever (*5.9.1500, Jever  † 20.2.1575, Jever), Dr. Hedi Flitz – Wilhelmshaven (*22.2.1900, Bad Ems  † 19.10.1994, Kassel), Antje Brons, geb. Cremer ten Doornkaat (*23.11.1810, Norden † 2.4.1902, Emden), Marie Ulfers – Carolinensiel (*30.10.1888, Carolinensiel  † 9.8.1960, Aurich), Ingrid Buck (*12.12.1913, Aurich  † 15.5.1996, Aurich), Altje Gerrels Dorenbusch (*15.02.1829, Norderney  † 28.08.1914, Norderney), Wilhelmine Siefkes (*4.1.1890, Leer  † 28.8.1984, Leer), Martha Köppen-Bode – Warsingsfehn (*10.11.1866, Aurich-Oldendorf  † 3.6.1958, Loga), Recha Freier, geb. Schweitzer – Norden (*29.10.1892, Norden  † 2.4.1984, Jerusalem), Cäcilie, Großherzogin von Oldenburg – Rastede (*22.6.1807, Stockholm   † 27.1.1844, Oldenburg), Menna Steen, geb. Hensmann – Weener (*12.08.1907, Critzum † 9.9.1990, Stapelmoor).

Ob es nun die „Grande Dame der plattdeutschen Literatur“, Wilhelmine Siefkes, die Politikerin Dr. Hedi Flitz aus Wilhelmshaven oder die Kirchenhistorikerin Antje Brons aus Emden ist – jeder  Lebenslauf sei ein wunderbares Beispiel, wie Frauen sich in der Vergangenheit trotz oft widriger Umstände entwickelt hätten, teilweise sogar aus dem üblichen Gesellschaftssystem ausgebrochen seien, erklärten die Herausgeberinnen. Die Frauen stünden exemplarisch dafür, wie sie sich auf ihre ganz eigene Weise für die Region und für Frauen verdient gemacht haben. Vor diesem Hintergrundwissen, übten sie zur ihrer Zeit, aber auch heute noch eine Vorbildfunktion aus.

Die Frauenkalender liegen aus in vielen öffentlichen Einrichtungen, Volkshochschulen, Touristikbüros, im Europahaus und der Ostfriesischen Landschaft. Informieren können sich Interessierte auch im Internet unter: www.emden.de/kultur/frauenort-emden/frauenleben-in-ostfriesland oder teetied-ostfriesland.de/allgemein/frauenleben-in-ostfriesland/. Übrigens, Männer sind zu den Veranstaltungen ausdrücklich erwünscht.

Die Modellregion „FrauenLeben in Ostfriesland“ wurde 2014 in Aurich als Runder Tisch gegründet und besteht aus den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten der Region sowie Vertreterinnen des Historischen Museums Aurich, des Europahauses Aurich, der Hochschule Emden-Leer und der Ostfriesischen Landschaft.