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vom 26.11.2020, 15:42 Uhr

Aktion "Auf den Punkt gebracht"


Große Punkte sind am Bürgermeister-Hippen-Platz aufgeklebt worden

Am Bürgermeister-Hippen-Platz sorgen die großen Punkte für Aufmerksamkeit

Jedes Jahr im Herbst machen überall auf der Welt Frauen auf ein drängendes Problem aufmerksam: Am 25. November findet bereits seit vielen Jahren der Aktionstag gegen Gewalt an Frauen statt. Ein Thema, das in unserer Gesellschaft immer noch tabuisiert wird. Das eigene Zuhause kann der gefährlichste Ort der Welt sein.

Gerade jetzt, in der Corona-Krise, ist die Situation in vielen Familien sehr angespannt, die Nerven liegen blank. Studien aus allen Teilen der Welt und auch aus Deutschland belegen, dass Gewalt gegen Frauen und Kinder in der Pandemie zugenommen hat. Das permanente Beieinandersein auf engem Raum begünstigt familiäre Konflikte. Hinzu kommen Sorgen über die Gesundheit, den Arbeitsplatz und das Geld. Es fehlen die sozialen Kontakte, die ein Ventil für die angespannte Lage zu Hause sein können. Dadurch kann aber auch die sogenannte „soziale Kontrolle“, oder besser das soziale Hilfesystem nicht greifen.


Der Arbeitskreis „Gewaltfrei leben im Landkreis Aurich“ führt auch in diesem Jahr wieder eine Aktion durch, um die Bevölkerung zu sensibilisieren. Das persönliche Gespräch in den Städten und Gemeinden ist zwar nicht möglich, doch die Initiatorinnen - das sind das Frauenhaus Aurich, die BISS-Beratungsstelle Aurich, die Polizei, der Weiße Ring, die Opferhilfe, die AWO-Beratungsstelle, der Zonta-Club sowie die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten - haben sich etwas Neues einfallen lassen:

Auf öffentlichen Wegen machen große Punkte mit zentralen Botschaften und Hilfsmöglichkeiten auf sich aufmerksam. So werden Menschen in ihrem Alltag und ganz nebenbei mit dem Thema konfrontiert. 

Wie bereits in den vergangenen Jahren wird die Fahne der Organisation Terre des Femmes vom Tag gegen Gewalt am 25. November bis zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2020 überall im Landkreis an den Rathäusern wehen. Auch werden am 25. November wieder zahlreiche öffentliche Gebäude orange beleuchtet, um ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen. Durch die vielen gleichzeitig stattfindenden Aktionen hofft der Arbeitskreis auf eine hohe Wahrnehmbarkeit, so dass niemand an diesem wichtigen Thema vorbeikommt, niemand sollte einfach darüber hinweggehen.